April 2021

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1. April

April

Das ist die Drossel, die da schlägt.
Der Frühling, der mein Herz bewegt:
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

Theodor Storm

2. April

Passend zum Gründonnerstag und Karfreitag, also fleischlos: Maultaschen oder "Herrgottsbscheißerle"

Als junge Frau war das immer bereits am Mittwoch oder erst am Gründonnerstag eine fast Tag füllende Beschäftigung. Anfangs machte ich auch den Teig selbst, der dann ruhen musste und im Schlafzimmer auf Tüchern herumlag. Später gab es fertigen Teig beim Bäcker und ich machte mir diese Mühe nicht mehr.
Auch die Füllung durfte verschieden sein, so verwendete ich was man eben so hatte und wie der Geldbeutel es zuließ. Deshalb habe ich unten bei den Zutaten vor allem beim Fleisch verschiedene Möglichkeiten aufgeschrieben.

Nun, da die Kinder aus dem Haus sind, kaufen wir die Maultaschen fertig und bereiten sie schmackhaft zu, je nach Lust und Laune. Sie sehen genauso lecker aus wie die selbst gemachten.

Für die Füllung Fleisch in Form von Bratwurstbrät und Hackfleisch. Man kann auch Speck und kleine Würfelchen von gerauchter Schinkenwurst nehmen. Kleine Zwiebelstücken anbraten, ebenso die Speckwürfel und ein wenig Petersilie. Brötchen grob gewürfelt in Milch einweichen. Den Spinat auftauen lassen, mit den Fleischzutaten, den ausgedrückten Brötchen und Eiern gut mischen und mit Salz und Pfeffer sowie etwas Muskat abschmecken.

Eigentlich dürfte ja an Gründonnerstag und Karfreitag kein Fleisch gegessen werden. Deshalb erfanden die Mönche damals diese Teigtaschen, in denen man das Fleisch und Co verstecken konnte, deshalb auch der Name im Schwabenland: Hergottsbscheißerle (den Herrgott bescheißen).

Dann nimmt man den Teig und bestreicht die Hälfte mit der Füllung. Anschließend legt man die leere Teighälfte darüber, drückt sie leicht an – damit die Luft darunter entweicht – und drückt dann die Ränder zusammen. Nun drückt man mit einem dicken Porzellanteller verschobene Vierecke ab, schneidet diese den Vertiefungen nach durch, gibt sie in kochendes Salzwasser oder Fleischbrühe und lässt sie ungefähr 10 Minuten oder eine Viertelstunde langsam, anfänglich zugedeckt, dann offen kochen bzw. ziehen.

Man kann die Maultaschen mit Brühe anrichten oder schmälzt sie mit in Butter gerösteten Zwiebelringen oder Weckbröseln.

Bei der Mahlzeit im Schwäbischen ist es üblich, zuerst einen Teil der Maultaschen mit der Kochbrühe zusammen als Suppe, die übrigen ohne Brühe mit gemischtem Salat auch gerne Kartoffelsalat zu essen.

3. April

Gräfin Maultasch

Margarete von Tirol, nannte man auch Gräfin Maultasch. Das liest sich komisch für die Schwaben.
Vermutlich ging der Name von Margaretes Lieblingsburg auf die Besitzerin über, denn die Burg liegt über einer Zollstation namens „mala tasca“, was italienisch ist und wörtlich übersetzt „schlechte Tasche“ bedeutet, woraus dann irgendwann Maultasch wurde. Diese Version ist aber nur eine Vermutung.
In einer anderen Version heißt es, Maultasch sei ein Schimpfwort, das Hure bedeutet. Eine weitere, es sei eine Anspielung auf Margaretes außergewöhnlich großen Mund. Das deckt sich jedoch nicht mit den Überlieferungen, da Margarete eine sehr schöne Frau gewesen sein soll.

Auf jeden Fall wurde die 1318 geborene Margarete, Gräfin von Tirol, als Zwölfjährige mit einem vier Jahre jüngeren Luxemburger verheiratet. 1341 der Skandal in Europa: Margarete soll ihren Mann nicht mehr ins Schloss hereingelassen haben. Ein Jahr später heiratete sie, ohne dass der Papst ihre Scheidung anerkannt hätte, in Anwesenheit des Kaisers, dessen 1315 geborenen Sohn Ludwig. Als dann Mann und Sohn starben, vererbte Margarete ihr Land den Habsburgern.

4. April

Ins Osterlicht …

Ins Osterlicht hinein versetzt,
nicht länger mehr von Angst gehetzt
führt unser Weg zum Leben,
daran ist Gott gelegen.

Ins Osterlicht erneut gebracht
weicht unsre wirre, trübe Nacht.
Wir werden wach und heiter,
Christus ist uns Begleiter.

Ins Osterlicht zurück gewonnen
wird alles klar, bleibt nichts verschwommen,
denn Gottes Zeit verheißt
uns Heilung durch den Geist.

aus unserem Gemeindebrief

5. April

Osterhäschen, Osterhas, komm mal her, ich sag dir was:
Laufe nicht an mir vorbei, schenk mir doch ein buntes Ei.

Volksgut

Woher kommtder Osterhase? Das lässt sich nicht schlüssig beantworten. Bekannt ist, dass er mindestens 300 Jahre alt ist. Aus dem Jahr 1682 stammt der erste schriftliche  Bericht eines Medizinprofessors, der einen elsässischen Osterbrauch mit Eier legenden Hasen beschreibt. Davor kannte man auch noch andere Eier bringende Fabeltiere wie Kranich, Hahn, Fuchs und Lamm. Mit der Zeit verdrängte der Hase sie und wurde zum einzig wahren "Eierverstecker".

Schon 5.000 v. Chr. war das Verschenken von bunten Eiern zum Frühlingsanfang bei den Ägyptern und auch bei den Chinesen Brauch. In diesen beiden Kulturen galt der Hase als Symbol der Fruchtbarkeit. Auch die alten Griechen ehrten den Hasen und weihten ihn der Liebesgöttin Aphrodite. Bei den Germanen war er das Tier der Erdgöttin Holda, vermutlich deshalb, weil Hasen zu den fruchtbarsten Tieren unserer heimischen Wiesen und Wälder zählen und um die Osterzeit besonders häufig zu sehen sind.

Es gibt aber noch eine andere Theorie, die besagt, dass der langohrige Geselle lediglich ein missglücktes Osterlamm sei. Schon im Mittelalter wurden zu Ostern Kuchen in Lämmerform gebacken und bei weniger geschickten Bäckern sahen sie vielleicht wie Hasen aus. 

6. April

Eier in Senfsoße

Wenn die Osterfeiertage vorbei sind und die Eier manchmal noch da liegen, denke ich mir oft irgendeine Mahlzeit aus. So kommt man auch ein wenig von den üppigen Braten weg, die an solchen Feiertagen üblich sind.

Eiersalat ist eine Variante. Wenn es draußen aber unwirtlich kühl ist, mag man doch lieber etwas Warmes auf dem Tisch.

Da kommt mir dann die Erinnerung an früher, als es noch Eier in Senfsoße gab. Man kann diese Mahlzeit variieren.

Ich mache immer eine braune Mehlschwitze, auch Zwiebelchen kann man dazu andämpfen.
Dann lösche ich mit Milch oder Wasser ab, je nachdem wie üppig ich es will.
Nun ein wenig köcheln bzw. eindicken lassen. Anschließend die Gewürze rein.
Salz, ein wenig Pfeffer, Muskat passt hervorragend und vor allem Senf gehört dazu. Es reicht der normale. Um das Saure des Senfes etwas zu Verfeinern, füge ich Zucker hinzu. Man muss das selbst abschmecken, bis es passt. Nun sollte es nicht mehr kochen. Auch wegen der Eier, die ich geschält in die Soße lege, damit sie warm werden. Man kann sie auch in heißes Wasser legen – nicht kochen lassen – sonst wird der Dotter zu trocken. Natürlich schmecken auch frisch gekochte dazu.

Als Beilage passen Salzkartoffeln hervorragend, die ich gleich zu Anfang auf den Herd stelle, da die Zubereitung der Soße nicht allzu lange dauert.

Man kann die Eier nun – neben den Salzkartoffeln - im Ganzen servieren, sie aber auch noch einmal kurz aus der Soße heben, halbieren, auf den vorgewärmten Teller legen und die Soße darüber gießen.
Ein wenig grüne Petersilie sieht hübsch dazu aus, fein geschnittener Bärlauch oder ein rotes als Röschen geschnittenes Radieschen. Das Auge isst mit! Natürlich passen auch Salate dazu, je nach Lust und Laune.

7. April

Bei uns liegt Schnee, nicht viel, aber immerhin und es ist richtig kalt. Die Piepmätze haben richtig Hunger.

Das Brot im Weg

Im Weg das Krümchen Brot
tritt nicht mit deinem Fuß,
weil’s in des Hungers Not
ein Tierlein finden muss!

Leg’s auf den Stein vor’m Haus,
und kannst du, brock es klein!
Still dankt es dir die Maus
und still das Vögelein.

Friedrich Güll

8. April

Vor Ostern schon haben sie uns erfreut und dann kam der Frost, hoffentlich überlebten diese zarten Blütchen, die Magnolienblüten haben es leider nicht geschafft. Sieht traurig aus.

Um Ostern war’s, der Frühling will
den letzten Frost entthronen.
Du pflücktest einen Kranz für mich
von weißen Anemonen.
Den legtest du mir um die Stirn,
die Sonne kam gezogen
und hat dir blendend um dein Haupt
ein Diadem gebogen.
Du lehntest dich auf meinen Arm,
wir träumten ohn Ermessen.
Die Menschen all im Lärm der Welt,
die hatten wir vergessen.

Detlev von Liliencron

9. April

Eine Aprilgeschichte

An einem Frühlingstag sagt der Bauer zum Knecht: „Heute ist gerade das rechte Wetter zum Holzmachen. Die Buben müssen das Holz aufrichten.“
Der Knecht und die Buben machen sich an die Arbeit. Aber der Holzstoß will nicht schön werden, weil einige Scheite herausstehen. Da sagt der Knecht: „Die müssen wir abschneiden. Lauf nur schnell zum Nachbarn hinüber und lass dir die Holzschere geben!“
Hans läuft hinüber und sagt: „Einen schönen Gruß von unserm Knecht. Ihr sollt so gut sein und uns die Holzschere leihen!“
Da lacht der Nachbar ganz still für sich hin und sagt: „So, so, Büberl, die Holzschere brauchst du! Warte nur ein bisschen, ich werde sie dir gleich holen!“
Er bringt einen großen, schweren Sack, legt ihn dem Buben auf die Schulter und sagt: „Lass den Sack nicht fallen, Bub!“
Hans kann ihn kaum schleppen, so schwer ist er.
Wie er daheim den Sack aufbindet, macht er ein dummes Gesicht: Ein Riesenprügel kommt zum Vorschein.
„Ja, ja“, sagt der Knecht und lacht: „Heut ist erster April.“

Hans Brückl

10. April

Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
sag’, ich lass’ sie grüßen.

Heinrich Heine

11. April

Mein Glaubensbekenntnis

Ich glaube und zweifele nicht daran, dass es Gott gibt,
der alles erschaffen hat, Himmel und Erde.

Ich glaube daran, dass Jesus Christus sein Sohn ist,
von Ihm gesandt, von einem menschlichen Menschen geboren, Maria.

Es macht mich traurig, dass Christus unter Pontius Pilatus gelitten hat,
in einer Unmenschlichkeit, die wir auch heute noch täglich erleben.

Er wurde durch Menschenhand grausam ermordet am Kreuz.
Er starb für alle Menschen und mich.
.
Das Grab und der Tod konnten ihm nichts anhaben.
Er hat den Tod überwunden, das ist die Hoffnung für uns Menschen.

Er hat die Dunkelheit des Grabes verlassen.
Gott hat ihn auf seinen Händen zu sich geholt, Er ist bei Ihm geborgen.

Ich glaube, dass Christus einmal zu uns kommen wird
und sein Urteil über das Böse, im lebenden oder toten Menschen fällen wird.

Ich hoffe und glaube, dass der Heilige Geist eines Tages die Köpfe der verirrten
und verwirrten Menschen wieder klar macht.

Ich glaube, das wir nur gemeinsam in unserer Kirche etwas ändern können.
Ich glaube, dass Gott uns vergeben wird und wir nach unserem Tod bei Ihm ein Ewiges Leben haben werden.

Amen

Detlef Wolfgang Scholz
2016

12. April

Die Tränen der Frauen

Ein kleiner Junge fragte seine Mutter:
"Warum weinst du?"
"Weil ich eine Frau bin", erzählte sie ihm.
"Das versteh ich nicht", sagte er.

Seine Mama umarmte ihn nur und sagte:
"Und das wirst du auch niemals."
Später fragte der kleine Junge seinen Vater:
"Warum weint Mutter scheinbar ohne einen Grund?"

"Alle Frauen weinen ohne Grund"
war alles, was sein Vater sagen konnte.
Der kleine Junge wuchs heran, wurde ein Mann und fragte sich immer noch, warum Frauen weinen.

Endlich rief er das Höchste Wesen an, und als das Höchste Wesen ans Telefon kam fragte er:
"Höchstes Wesen, warum weinen Frauen so leicht?"

Das Höchste Wesen sagte:
"Als ich die Frau machte,
musste sie etwas Besonderes sein ...

Ich machte ihre Schultern stark genug, um die Last der Welt zu tragen,
doch sanft genug, um Trost zu spenden.
Ich gab ihr eine innere Kraft, um sowohl Geburten zu ertragen,
wie die Zurückweisungen, die sie von ihren Kindern erfährt.

Ich gab ihr eine Härte, die ihr erlaubt weiterzumachen,
wenn alle anderen aufgeben und ihre Familie
in Zeiten von Krankheit und Erschöpfung zu versorgen,
ohne sich zu beklagen.

Ich gab ihr Gefühlstiefe,
mit der sie ihre Kinder immer und unter allen Umständen liebt,
sogar wenn ihr Kind sie sehr schlimm verletzt hat.

Ich gab ihr Kraft, ihren Mann mit seinen Fehlern zu ertragen
und machte sie aus seiner Rippe, damit sie sein Herz beschützt.

Ich gab ihr Weisheit, damit sie weiß,
dass ein guter Ehemann niemals seine Frau verletzt,
aber manchmal ihre Stärke und ihre Entschlossenheit testet,
unerschütterlich zu ihm zu stehen.

Und zum Schluss gab ich ihr eine Träne zum Vergießen.

Die ist ausschließlich für sie, damit sie davon Gebrauch macht,
wann immer es nötig ist.

Siehst du: Die Schönheit der Frau ist nicht in der Kleidung die sie trägt,
nicht in der Figur, die sie hat oder in der Art, wie sie die Haare trägt.

Die Schönheit einer Frau muss in ihren Augen erkannt werden,
weil sie das Tor zu ihrem Herzen sind,
der Ort, an dem Liebe wohnt.

13. April

Clara Zetkin

Geboren am 5. Juli 1857 in Sachsen, lernte sie während ihrer Ausbildung in Leipzig, den russischen Sozialisten Ossip Zetkin kennen und lieben. 1882 Umzug nach Paris, Geburt der Söhne Maxim und Kostja. Clara nimmt den Namen Zetkin an, ohne Ossip zu heiraten, der nach entbehrungsreichen Jahren erkrankt und im Januar 1889 stirbt.
Um die Familie zu ernähren, schreibt sie für sozialistische Zeitungen, interessant für August Bebel und Wilhelm Liebknecht.
In Paris 1889 hält sie auf dem Internationalen Arbeiterkongress ihre erste große Rede, über Frauenfragen, stellt die proletarische Frau in den Mittelpunkt, das Recht auf Erwerbsarbeit und die Emanzipation der Frau.
1890 Rückkehr nach Deutschland, nach Stuttgart, übernimmt 1892 die Herausgabe der Frauenzeitung "Die Gleichzeit" und wird bald eine der bekanntesten Sozialistinnen des Deutschen Reiches.
1899 heiratet sie den 18 Jahre jüngeren Kunstmaler Friedrich Zundel und obwohl zunächst argwöhnisch, beschützen die Nachbarn ihr Haus, als sie nach dem Mord an Rosa Luxemburg 1919 in Gefahr gerät. Dieses Gebäude ist Anlaufstelle und als der Erste Weltkrieg ausbricht, ruft Clara international die Frauen zum Widerstand auf. Politisch kämpft sie an allen Fronten und persönlich wendet sich ihr Mann einer anderen zu.
1919 tritt Clara der KPD bei, für die sie von 1920 bis 1933 im Reichstag sitzt und obwohl sie Stalin ablehnt, verbringt sie ihre letzten Lebensjahre in der UdSSR.
Ende August 1932 führt sie den Vorsitz auf der konstituierenden Sitzung des Reichtags und geschwächt, fast blind, aber tapfer und entschlossen, ruft sie 75-jährig, umringt von Abgeordneten in SA- und SS-Uniformen, offen zum Widerstand gegen Hitler auf. Verkleidet muss sie hinterher den Reichstag über den Hintereingang verlassen.
Am 20. Juni 1933 stirbt Clara Zetkin in der UdSSR. Ihre Urne wird an der Kremlmauer beigesetzt.

14. April

Großmutter einst und jetzt

Großmutter einst

Wisst ihr noch wie es damals war,
die Großmutter mit gescheiteltem Haar,
im Lehnstuhl am Fenster, das Strickzeug zur Hand,
Perlon hat man damals noch nicht gekannt.
Im bauschigen Rock, aus wollenem Tuch,
vor ihr lag das Bibelbuch.

Und kamen die Enkel dann müd' von der Straß'
und baten: Ach Großmutter erzähl uns doch was!
Da lachte sie mit zahnlosem Mund,
und tat ihnen die schönsten Märchen kund.
Sie war immer da, war voll warmer Liebe,
man konnte nur wünschen, dass es immer so bliebe.

Ja Großmutter mit dem Häubchen im Haar,
betreute die Kleinen so viele Jahr.
Sie ging niemals aus, an sich dachte sie nicht.
Sie kannte nur eins und das war ihr Pflicht.
Wer solch ein Großmutter besessen
ich denke, der wird sie niemals vergessen.

Ich hatte so eine, o welches Glück!
Denke noch oft voll Sehnsucht an sie zurück.
Ja damals, da war noch die gute alte Zeit!
Wie liegt sie so fern, wie liegt sie so weit!

Omi von heute

Und wie ist die Großmutter der heutigen Zeit?
Sie ist eine OMI geworden heut.
Das Haar trägt sie nur dauergewellt,
ist des Öfteren zum Frisör bestellt.
Ein keckes Hütchen trägt sie heute auf dem Haupt,
ja ja, wer hätte das geglaubt.
Den Rock, je nach Mode kurz oder lang,
wovor wäre unserem Omchen bang?

Sie sitzt nicht im Lehnstuhl oder ruht sich da aus,
o nein, unsre Omi ist selten zu Haus.
Sie hat einen Kaffeekranz, manchmal auch zwei
der ginge ja ohne sie gar nicht vorbei.
Sie reist nicht nur in der Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
Sie macht ihre Reisen per Bus oder Bahn
und zwar keine kurzen - nein, soweit sie nur kann.

Der Schwarzwald hat heute nicht mehr viel Reiz
heut fährt sie nach Spanien oder in die Schweiz
nach Mallorca oder die Kanaren ans Meer.
Ohne Flugzeug geht da gar nichts mehr.

In Omas Mund fehlt kein einziger Zahn,
weil heute der Zahnarzt alles machen kann.
Sie fährt mit dem Auto, o welche Wonne
mit der ganzen Familie, bei Regen und Sonne.
Den Führerschein machen war ein Kinderspiel
ja unserer Oma ist nichts zuviel.

Sie geht zum Schwimmen, zum Skilauf, zum Kegeln,
jeden Sommer an die Nordsee zwei Wochen segeln.
Doch sind die Omis heute auch ziemlich modern
so werden wir uns doch nicht beschwern:
Sie sorgen auch heute ganz toll für die Lieben
denn ihr gutes Herz ist das Gleiche geblieben.
Gott mag sie uns erhalten, noch lange Zeit,
die Omi, die Liebe und ihre Jugendlichkeit!

Unbekannt

15. April

Ein bisschen Liebe kann wie ein Tropfen Wasser sein,
der einer Blume die Kraft gibt, sich wieder aufzurichten
Ein bisschen Liebe kann einen Menschen heilen.
Einen Menschen heilen, heißt ihm helfen,
den verlorenen Mut zurückzufinden.
Ich glaube an das Gute, auch wenn so viele Menschen
vom Bösen heimgesucht werden.
Ich glaube an das Schöne, auch wenn das Hässliche
in der Welt wuchert und die Verschmutzung tief in den Menschen dringt.
Ich glaube an die Liebe, auch wenn man die Feindschaft und den Hass anstachelt.

Phil Bosman    

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