Februar 2020

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1. Februar

Februar

Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt den Schnee von den Dächern
und taut das Eis an den Fenstern
und lacht ins Zimmer: wie geht’s? wie steht’s?
Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt …
du sinnst hinaus über deine Dächer …
du sagst, es sei ein schreckliches Wetter,
man werde ganz krank! Und bist im Stillen
glückselig drüber wie ein Kind.

Cäsar Flaischlen

2. Februar

Am 2. Februar, mit Mariä Lichtmeß, hörte die Arbeit bei künstlichem Licht auf, man rüstete sich für die harte Arbeitszeit des Frühjahrs.
Die Germanen hielten früher von Kathrein (25.11.) bis Mariä Lichtmeß eine Zeugungspause, damit in dieser licht- und nahrungsarmen Zeit, keine schwächlichen Kinder gezeugt wurden und die Geburt nicht in die Erntezeit fallen würde.

Zu Lichtmeß im Dienstbotenwechsel auf dem Lande ist dies noch erhalten. „Bauer, wir machen Lichtmeß”, sagte der Knecht und das bedeutete die Kündigung.

3. Februar

Ballade

Und die Sonne machte den weiten Ritt
um die Welt
und die Sternlein sprachen: „Wir reisen mit
um die Welt“;
Und die Sonne, sie schalt sie: „Ihr bleibt zu Haus,
denn ich brenn’ euch die goldenen Äuglein aus
bei dem feurigen Ritt um die Welt.“

Und die Sternlein gingen zum lieben Mond
in der Nacht,
und sie sprachen: „Du, der auf Wolken thront
in der Nacht,
lass uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein,
er verbrennet uns nimmer die Äugelein.“
Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.

Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond,
in der Nacht,
ihr versteht, was still in den Herzen wohnt
in der Nacht.
Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,
dass ich lustig mitschwärmen und spielen kann
in den freundlichen Spielen der Nacht.

Ernst Moritz Arndt

4. Februar

Kaum kann man es erwarten, dass der Frühling kommt und möchte säen und pflanzen. Im Gewächshaus geht das mit einigen Samen schon bald und ich freue mich darauf.

Die Kresse

Bereits in der Antike kultivierte man Kresse, bewiesen durch Gräberfunde der Pharaonen. Ursprünglich stammt sie aus Asien und Afrika, wurde aber schon durch die Römer nach Mitteleuropa gebracht. Mittlerweile kennt man sie fast weltweit. Karl der Große förderte den Anbau, im Mittelalter galt Kresse als innerlich reinigendes Heilmittel.

Und sie ist tatsächlich gesund, mit viel Vitamin C. Man kann den Bedarf im Winter gut nur mit Kresse decken. Die  Vitamine C + B und Carotin helfen übrigens auch gegen Frühjahrsmüdigkeit. Eisen und Vitamin K unterstützen die Blutbildung. Und das ätherische Senföl hat eine starke antibakterielle Wirkung, ist sehr gut zur Vorbeugung gegen grippale Infekte oder leichte Harnwegsinfektionen. Außerdem regt Kresse den Appetit an, gilt als harntreibend und blutreinigend.
Bereits 20 g pro Tag reichen völlig aus und die wirksamen Stoffe werden durch einfaches Kauen freigesetzt.

Der Name Kresse stammt vermutlich vom indogermanischen gres = knabbern.

5. Februar

Das beste Werk auf Erden ist:
Korn in die Scholle säen,
und aller Freuden reichste ist:
die vollen Schwaden mähen!

Rund geht der Wurf des Sämanns
und rund des Schnitters Eisen.
Das ganze Leben auf und ab
liegt zwischen diesen Kreisen.

Friedrich Rückert

6. Februar

Samen

Bald ist es wieder soweit und wir säen, um ernten zu dürfen.

Sie sind unterschiedlich in Farbe, Form und auch Gewicht, lassen aber keinesfalls auf die Größe der Pflanze schließen. Ist doch das Samenkorn einer Birke winzig, verglichen mit dem einer Bohne oder Gurke. Dabei ist die Größe des Samenkorns aber sehr wichtig, denn danach richtet sich die Saattiefe, denn der Samen soll so hoch mit Erde bedeckt werden, wie er selbst dick ist. Somit drückt man staubfeine Samen z.B. nur an und bedeckt sie nicht mit Erde.

Wichtig bei einer Aussaat sind gleichmäßige Feuchtigkeit und richtige Temperaturen. Die Aussaaten im Freien gut andrücken, damit sie fest im Boden sitzen und nicht so leicht austrocknen können. In Saatschalen kann man diese mit durchsichtiger Folie oder einer Glasscheibe bedecken, vor allem bei staubfeinen Samen oder Lichtkeimern.

Wichtig ist die Temperatur, die ist nämlich auch nicht gleich bei allen Samen.

7. Februar

Viel kann misslingen, was wir säten
auf ird’schem Rund,
was stets gelingt, ist ein Beten
aus Herzensgrund.
Denn möcht’ auch Gott nicht so lenken,
wie dir’s gefiel:
Er wird dafür dir andres schenken
und Schönres viel.

Friedrich de la Motte-Fouque

22. Februar

Langsam geht es nach Krankheiten wieder aufwärts

Friedhof im Februar

Auf einem Grabe, neben vertrockneten Weihnachtskränzen, drängt sich durch dürres Tannenreisig und welkes Laub,
frierend im kalten Wind, ein weißes Schneeglöckchen.

Welche Schönheit aus dem Moder des Grabes!
Rührend in seiner zarten Zerbrechlichkeit; auferstanden gemäß seiner Bestimmung, Künder und Bote zu sein nahender Vollkommenheit - ein Zeichen des Glaubens.

Als ich im Nebelherbst unter Tränen den Keim in die dunkle Erde grub,
tropfte Trauer von dem dunklen Geäst und ich wünschte so sehr unwiederbringliche Zeiten zurück - nun blühst du mir, Antwort der Liebe.

Kleines zitterndes Blümchen, so allein im verkrusteten Schnee,
bald bist du verblüht und vergangen, wie der Schläfer im Grab.
Zeig mir den Weg in den Frühling, der schon als Ahnung wartet in schwellenden Knospen - Sinnbild ewiger Hoffnung.

 Dieter Bonhoeffer

23. Februar

Schneeglöckchen

Es schlief ein weißes Glöckchen
halb unterm Schnee verdeckt,
das hat mit seinem Kusse
die Sonne aufgeweckt.

Es streckt sein zartes Stängelein
und läutet hell und fein:
Wacht auf, ihr lieben Schwestern,
es kehrt der Frühling ein!

Das hört das blaue Veilchen,
die Tulpe guckt hervor,
das kleine Gänseblümchen
spitzt auch das rote Ohr.

Doch als die Schwestern blühten,
schlief 's Glöcklein wieder ein.
Es mag vom vielen Läuten
ganz müd geworden sein.

Volksgut

24. Februar

Die Meise und der Zweig

"Es ist zu dumm", raunten sich die Büsche und Bäume des Stadtparks zu, "schon ist es Ende Februar, und das Wetter wird nicht besser! Was soll bloß der Frühling sagen, wenn er im März kommt und wir haben noch immer nicht unser grünes Blattkleid angezogen!"
"Was ist denn eigentlich der Frühling?", wollte eine kleine Meise wissen, die im vergangenen Jahr erst ausgeschlüpft war.
"Der Frühling ist der beste Freund der Natur", sagte der Forsythienzweig, auf den sich der kleine Vogel gesetzt hatte. "Er kommt jedes Jahr und bringt den Sonnenschein mit. Da wird es erst richtig lustig bei uns im Park. Deshalb zieht jeder von uns sein schönstes Blütenkleid an. Ich zum Beispiel werde mich mit goldgelben Glöcklein behängen."
"Das wird sicher schön aussehen", staunte die Meise. "Muss ich dann auch ein Frühlingskleid anziehen?"

"Nein, du musst singen, wenn der Frühling einzieht. Das tun alle Vögel", antwortete der Forsythienzweig. Er erzählte der Meise noch viel von den ersten Blumen, von den Gräsern und von den Maikäfern.
Eines Tages kam der Gärtner mit seiner langen Schere und schnitt den Forsythienzweig ab. Aus war nun der Traum von den goldgelben Blütenglöckchen, die er so gerne der kleinen Meise gezeigt hätte. Nun würde sie ihn gar nicht mehr erkennen, wenn er zwischen den anderen abgeschnittenen Zweigen am Weg lag. Aber der Forsythienzweig hatte sich getäuscht. Alles wurde ganz anders, als er sich gedacht hatte.
Denn plötzlich kam ein kleines Mädchen über den Weg gelaufen. Es ergriff den Zweig und fragte den Gärtner: "Darf ich den mitnehmen?" Der Gärtner nickte, und das kleine Mädchen trug den Zweig vorsichtig nach Hause und stellte ihn dort in eine Vase.
In dem Zimmer des kleinen Mädchens war es so schön warm, dass der Forsythienzweig glaubte, der Frühling sei schon gekommen. Zur Freude der ganzen Familie legte der Zweig sein goldgelbes Gewand an.

Die Meise im Park jedoch war sehr traurig, als sie ihren Forsythienzweig nicht mehr fand und wollte vor Gram nicht mehr singen. Da erzählte ihr der Forsythienstrauch die Geschichte von dem kleinen Mädchen, das den Zweig mit nach Hause genommen hatte. Als das die Meise hörte, verließ sie eilig den Park und flog in die Stadt. Dort schaute sie in jedes Fenster, ob nicht irgendwo der Zweig zu finden sei.

lna von Stauss

25. Februar

Winterlied

Geduld, du kleine Knospe
im lieben stillen Wald,
es ist noch viel zu frostig,
es ist noch viel zu bald.

Noch geh ich dich vorüber,
doch merk ich mir den Platz,
und kommt heran der Frühling,
so hol ich dich, mein Schatz

August von Platen

26. Februar

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch ist alles vorbei,
viele Schwüre von Treue brechen entzwei.
So hat's die Margit vor Jahren schon gesungen,
damit ist ihr ein toller Faschingshit gelungen.

27. Februar

DIE WEIDENKÄTZCHEN

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

Wollen's gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

Musst dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt.

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.

Christian Morgenstern (1871-1914)

28. Februar

Als ich das Gedicht hier einsetzte, begann es zu schneien und es sieht aus, als ob wir einschneien würden, schon alles weiß.

Gute-Laune-Wetter

Sonnenschein den ganzen Tag
oh, wie gerne ich das mag
Gesicht kurz in die Sonne halten
wird schon nicht gleich geben Falten

solche Helligkeit ist Energie
es geht uns super, wie sonst nie
im Februar ist's meist eher trist
wie's Anfang des Jahres nun mal ist

doch bald schon naht im Sauseschritt
der Frühling und bringt Wärme mit
auch zarte Knospen, erste Farben
daran können wir uns laben

mit den Augen, und allen Sinnen
bleiben nicht mehr länger drinnen
alle zieht's hinaus in die Natur
dort gibt's Glückseligkeit gar pur

wer jetzt noch schlechter Laune ist
wohl immer alles hinein in sich frisst
öffne die Augen, schau dich um
alles verändert sich um dich herum

der Winter Kleid wird endlich abgelegt
bald Frühlingspflänzchen sorgsam gehegt
Sonnenstrahlen bringen neues Leben
für Mensch und Pflanze, welch ein Segen.

Karin Ernst

29. Februar

Zum letzten Tag des Monats:

Liebe

 Ein Wort.
Aber was sagt es aus?

Liebe soll Wärme spenden.
Liebe soll Hoffnung geben

Liebe soll in allen Zeiten stärken
und beschützen.

Sie soll einfach nur da sein.
Denn es ist schön, geliebt zu werden.

So viele Menschen lieben sich.

Liebe

warum läuft sie vor mir davon –

Oder laufe ich?

Unbekannter Verfasser

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