Mai 2018

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1. Mai

Mailied

Der Anger steht so grün, so grün,
die blauen Veilchenglocken blühn,
und Schlüsselblumen drunter;
der Wiesengrund
ist schon so bunt
und färbt sich täglich bunter.

Drum komme, wem der Mai gefällt,
und freue sich der schönen Welt,
und Gottes Vatergüte,
die diese Pracht
hervorgebracht,
den Baum und seine Blüte.

Ludwig Heinrich Christoph Hölty

2. Mai

Der erste Maikäfer

Der große Kastanienbaum vor dem Hause ist mit seinen Blüten geschmückt wie ein Christbaum mit feinen Weihnachtskerzen. Drei Kinder kauern unter dem Baume und haben die Köpfe dicht zusammengesteckt. In der Hand des Knaben liegt ein Maikäfer auf dem Rücken; er schläft und ist wie tot. Alle drei belauschen ihn mit neugierigen und glänzenden Augen.
„Er rührt sich!", sagt Kätzchen.
„Nun hauche ihn noch einmal an, Max!", ruft Liese.
„Jetzt regt er sich! Sieh, er bewegt ein Bein!"
Er streckt die Fühlhörner aus, das ist der Anfang, passt auf, jetzt macht er sich auf!", jubelt der Knabe und erwärmt noch einmal das schlafende Tierchen durch seinen warmen Atem.
Liese klatscht in die Hände: „Er ist aufgewacht! Er ist aufgewacht! Sieh, sieh!"
Mit allen Beinen zappelnd, sucht das Tier auf die Füße zu kommen; es gelingt ihm nach vieler Mühe.
„Lass ihn nicht wegfliegen, halt ihn, halt ihn!", rufen die beiden kleinen Mädchen.
Max deckt schnell die andere Hand auf den Käfer, aber vergeblich! Zwischen den kleinen Fingern durch drängt sich das Tier.
„Da ist er!", jubelt Kätzchen.
„O seht, was für große schwarze Augen er hat! Jetzt lass ihn, Max! Bitte, bitte!"
„Er zählt! Er zählt!", ruft Liese.
„Eins, zwei, drei – Maikäfer, flieg, dein Vater ist im Krieg!"
„Jetzt fängt er an zu fliegen!", ruft Max.
„Nein, noch nicht, aber gleich, seht, wie er mit dem Kopfe nickt und die Flügel hebt!"
„Wenn ihn nur kein Sperling fängt! Da – surr!"
Der Käfer breitet die Flügel aus und summt im Bogen hinauf in die Frühlingsluft, den Zweigen des Kastanienbaums zu. Da – ein Angstruf aus dem Munde der drei Kinder; Max greift nach einem Stein. Ein hungriger Spatz schießt unter dem Baum durch, ehe der Maikäfer die schützenden Zweige erreicht hat, fasst ihn über den Lockenköpfchen der Kleinen und trägt
ihn blitzschnell mit sich fort.
„Bösewicht!", ruft der Knabe und wirft seinen Stein dem Räuber nach.
„Kirschendieb! Galgendieb!" Ach, der arme Maikäfer!", klagt die kleine Liese, und traurig singt Kätzchen: „Deine Mutter ist im Pommerland, Pommerland ist abgebrannt."

Wilhelm Raabe

3. Mai

Jeder weiß, was so ein Maikäfer
für ein Vogel sei.
In den Bäumen hin und her
fliegt und kriecht und krabbelt er.

Max und Moritz, immer munter,
schütteln sie vom Baum herunter.
In die Tüte von Papiere
sperren sie die Krabbeltiere.

Fort damit und in die Ecke
unter Onkel Fritzens Decke!
Bald zu Bett geht Onkel Fritze
in der spitzen Zippelmütze;

Seine Augen macht er zu,
hüllt sich ein und schläft in Ruh.
Doch die Käfer, kritze, kratze!
kommen schnell aus der Matratze.

Schon fasst einer, der voran,
Onkel Fritzens Nase an.
"Bau!", schreit er. "Was ist das hier?"
Und erfasst das Ungetier.

Und den Onkel, voller Grausen,
sieht man aus dem Bette sausen.
"Autsch!" - Schon wieder hat er einen
im Genicke, an den Beinen;

Hin und her und rundherum
kriecht es, fliegt es mit Gebrumm.
Onkel Fritz, in dieser Not,
haut und trampelt alles tot

Guckste wohl, jetzt ist's vorbei
mit der Käferkrabbelei!
Onkel Fritz hat wieder Ruh
und macht seine Augen zu.

Wilhelm Busch

4. Mai

Es gibt Begegnungen im Leben, die voller Magie und Zauber sind, selbst wenn sie nur aus geschriebenen Worten bestehen.

Worte können voller Gefühl sein. Obwohl sie nur als Buchstaben zu sehen sind, die am Ende Worte ergeben, fühlen wir auf einmal, wie das Herz schneller schlägt, ein Kribbeln im Bauch entsteht.

Solche Begegnungen sind oft noch magischer und zauberhafter, als ein Aufeinandertreffen von Angesicht zu Angesicht.

Worte lassen träumen und erschaffen eine Fantasiewelt.
Doch wie traumhaft wird es erst, wenn die Träume den Erdboden erreichen und wahr werden ...

In einer Mail bekam ich diese Zeilen einmal vor Jahren geschickt und ich finde das richtig so, denn wie oft trösten wir uns durch geschriebene Worte, geben uns Kraft und all unsere Probleme halbieren sich, weil wir gemeinsam daran tragen.

5. Mai

Glaub,

dass Du einen Beitrag zu geben hast.
Du wirst wahrscheinlich
den Kurs der Welt nicht verändern,
kein Held auf internationaler Szene sein.
Aber da, wo Du bist,
wirst Du als DU gebraucht.

Es entsteht ein Loch,
wenn Du weg bist.
Aber Du musst es glauben
und Dich auch so bewegen:
Nur wenn Du DU bist,
leistest Du einen wichtigen Beitrag.

Wenn Du Rollen spielst
und tust, was alle tun
oder was man von Dir verlangt,
dann fehlt niemand,
wenn Du weg bist,
weil ein anderer die Rolle übernimmt.

Du bist mehr als Deine Rolle
Wer bist Du?

Leider weiß ich nicht von wem das ist.

6. Mai

Sing Michael, sing …

Als Karen feststellte dass sie wieder schwanger war tat sie das, was alle guten Mütter tun: Sie half ihrem 3jährigen Sohn Michael, sich auf sein kleines Geschwisterchen vorzubereiten. Nachdem sie schon bald wussten, dass das neue Baby ein Mädchen war, legte Michael den Kopf auf den Bauch seiner Mutter und sang Tag für Tag und Nacht für Nacht seiner Schwester Lieder vor. Das ging so über die ganzen Monate.

Die Schwangerschaft verlief normal für Karen und als ihre Zeit gekommen war, setzten starke Wehen ein. Alle fünf Minuten … jede Minute … Stunden um Stunden kamen die Wehen, und plötzlich gab es Komplikationen. Würde ein Kaiserschnitt notwendig werden? Doch endlich wurde Michaels kleine Schwester geboren. Aber ihr Zustand war kritisch. Mit heulenden Sirenen wurde das Baby noch in der Nacht in die Intensivstation für Neugeborene in ein spezielles Krankenhaus gefahren.

Die Tage verrannen … langsam, allzu langsam, und dem kleinen Mädchen ging es schlechter und schlechter … Bis der Kinder-Spezialist den Eltern sagte: „Es gibt keine Hoffnung mehr, seid auf das Schlimmste vorbereitet.“

Karen und ihr Mann nahmen traurig Kontakt mit einem Beerdigungs-Unternehmen auf, suchten auf dem Friedhof ein kleines Fleckchen Erde aus und bereiteten sich auf die Beerdigung vor. Dabei hatten sie in ihrem Haus einen ganz besonders schönen Raum eingerichtet für ihr neues Baby … und nun planten sie für eine Beerdigung.

Immer und immer wieder bettelte Michael seine Eltern an, ihn doch seine Schwester sehen zu lassen. „Ich möchte ihr vorsingen“, sagte er.

Die zweite Woche auf der Intensiv-Station … und es schien, als ob die Beerdigung noch vor Ablauf dieser Woche stattfinden würde. Michael nörgelte immer noch. Er wollte seiner Schwester unbedingt vorsingen, aber kleine Kinder waren auf der Intensiv-Station nicht erlaubt. Da setzte Karen ihren Kopf durch. Sie würde Michael einfach mitnehmen, ob es nun erlaubt war, oder nicht. Wenn er seine Schwester jetzt nicht sehen könnte, würde er sie nie lebend gesehen haben. Sie zog ihm einen übergroßen Anzug an, und marschierte mit ihm in die Intensiv-Station. Er schaute aus wie ein wandelnder Wäschekorb. Aber eine Schwester merkte, dass er noch ein Kind war und bellte: „Bring das Kind raus! Hier sind keine kleinen Kinder erlaubt!“ Die Mutter in Karen fühlte eine Stärke in sich und die ansonsten zurückhaltende Frau starrte mit stählernem Blick in das harte Gesicht der Schwester. Und ihre Lippen waren wie ein Strich als sie sagte: „Er geht nicht. Nicht bevor er seiner kleinen Schwester vorgesungen hat!“

Karen schob Michael zu seiner Schwester. Er starrte auf das winzige Geschöpfchen, das im Begriff stand, den Kampf um sein kleines Leben zu verlieren. Und Michael begann  zu singen… mit der reinen, klaren Stimme eines dreijährigen Kindes, sang er: „You are my sunshine, my only sunshine, you make me happy, when skies are grey . . . “ Und das Baby reagierte augenblicklich. Der Puls wurde ruhig und gleichmäßig.

Sing weiter, Michael … "You never know, dear, how much I love you. Please don't take my sunshine away …"
Das abgerissene, stolprige Atmen des Babys wurde ruhig und gleichmäßig, wie das Schnurren einer Katze.

Sing weiter, Michael . . . . sing weiter Michael !! Und Michael sang weiter "The other night, dear, when I lay sleeping, I dreamed I held you in my arms." Michaels kleine Schwester entspannte sich, lag ruhig und schlief der Genesung entgegen.

Sing weiter, Michael . . . sing weiter Michael … sing , sing … sing … sing weiter Michael!

Tränen rannen über das Gesicht der sturköpfigen Schwester und machten es überraschend weich, und Karens Gesicht leuchtete.

"You are my sunshine, my only sunshine. Please don't take my sunshine away . . . !”

Die Beerdigungsvorbereitungen wurden gestoppt und dann ganz abgesagt. Wichtig war nur noch der nächste Tag … noch ein Tag … ein weiterer Tag … und dann war das kleine Mädchen außer Lebensgefahr und so weit hergestellt, dass es nach Hause konnte…

Das Women’s Day Magazine nannte es: „Das Wunder vom Lied des Bruders.“
Der medizinische Stab nannte es schlicht nur „Wunder“
Karen nannte es: „Das Wunder von Gottes Liebe.“

Deshalb: Gib nie auf, wenn es um Menschen geht, die du liebst.

(bekam ich vor langer Zeit von einer Mail-Freundin.)

7. Mai

Als ich der Mutter meinen Kummer klagte,
ich höre noch, was sie dem Kinde sagte.
mit einem Lächeln, wie ich`s nie gesehn -
"Sei still, es wird vorübergehn."

So hielt ich still. Und manches ging vorüber.
Denn alles geht vorüber mit der Zeit.
Das große Glück. Das Frösteln und das Fieber.
Selbst ein Novembertag, ein noch so trüber.
Beständig bleibt nur: Unbeständigkeit.

Als dann der große Zweifel an mir nagte,
ich wusste schon, dass man es keinem klagte
und dass sogar die Freunde missverstehn -
So oft ich damals an mir selbst verzagte,
war es die leise Stimme, die mir sagte:
Sei still, es wird vorübergehn.

Was ist nicht alles schon dahingegangen
wie Schneegestöber und wie Windeswehn ...
und dennoch hab ich jetzt erst angefangen,
den Dingen langsam auf den Grund zu gehn.
Wer nichts begehrt, der ist nicht zu berauben,
Gespenster sind nur dort, wo wir sie glauben.
Ich habe lange, lange nicht geklagt.
Nichts tut das Leid dem, der "es tut nichts" sagt.
Sei der du bist. Mag kommen, was da will.
Es geht an Dir vorüber, bist du still.

Mascha Kaleko,

8. Mai

Vor längerer Zeit fand ich diesen Artikel und ich will den Sachverhalt in eigenen Worten wiedergeben:

Auf einer Brücke unserer Kreisstadt drängten sich die Leute. Kinder, Frauen und Männer sahen einem Menschen zu, der im, durch die starken Regenfälle der letzten Tage stark angeschwollen Fluss, verzweifelt kämpfte, um nicht unterzugehen.

Ein einziger Mann verließ die Brücke, rannte um die anschließenden Gebäude zum Ufer des Gewässers. Dort, was man von der Brücke aus nicht erkennen konnte, befand sich die hiesige Feuerwehr. Diese bedeutete dem Retter, dass sie alles im Griff hätten und seine Hilfe nicht mehr benötigt würde.

Was ich toll finde ...
dieser Mann war dunkler Hautfarbe. Man darf also nicht alle Menschen "in einen Topf stecken", wenn ein nicht so guter darunter ist.

9. Mai

Alle Birkenzweige schwenken
fröhlich jetzt ihr Maiengrün,
und in vollen gelben Dolden
alle Schlüsselblumen blühn.

Singt das Lied von goldenen Blumen,
singt das Lied vom jungen Grün.
Singt das Lied von unserer Liebe
und von unserer Herzen Blühn.

Unser Lied, das ich gefunden,
unser Lied, das in mir klang,
als die Sonne deiner Liebe
mir das kalte Herz bezwang.
 
Hermann Löns

10. Mai

Christi Himmelfahrt - der Ehrentag der Väter

1910 rief die Amerikanerin, Louisa Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg (1861-65) gekämpft hatte, eine Bewegung zur Ehrung von Vätern ins Leben. Da Diese Aktivitäten sehr erfolgreich wurden, gab Präsident Calvin Coolidge 1924 eine Empfehlung für die Einführung eines besonderen Feiertages an die Einzelstaaten der USA heraus.
Der Vatertag wurde bei weiten Teilen der Bevölkerung so sehr angenommen, dass Präsident Nixon ihn 1974 für jeweils den zweiten Sonntag im Juni endgültig zu einem offiziellen Feiertag erklärte.

Bei uns in Deutschland fällt der Vatertag jeweils mit dem Himmelfahrtstag zusammen. Doch hat dieser Tag bei uns nicht den ihm gebührenden Stellenwert gefunden. Trotzdem erhalten Väter als Zeichen von Anerkennung gern kleine Geschenke, Karten oder Briefe.

An diesem Tag sieht man oft Männergruppen, denen sich auch Nicht-Väter vermehrt anschließen, zu Fuß, per Fahrrad oder Kutschwagen durch die Lande ziehen.

11. Mai

Himmelsgaben

Ich fang mir einen Strahl der Sonne
und spiele damit Fangen
nehm' ihn dann heim mit voller Wonne
er wird ne Weile langen

'nen kleinen Windhauch schnapp ich mir
Traurigkeit bläst er fort
weit fliegt sie mit dem Wind von hier
an einen fernen Ort

ein paar Regentropfen sammle ich
zum Mischen meiner Tränen
wenn es überkommt mal mich
unerfüllbar heißes Sehnen

eine weiche Wolke wär' mein Glück
baute mir ein Kuschelnest
träumt' mir ein Stückchen Freud' zurück
weit weg vom Alltagsrest

des Nachts pflück ich mir einen Stern
seine Helligkeit tut mir gut
so leuchtet er mir nicht von fern
und macht mir frohen Mut

von der Regenbogen Farbenpracht
möcht' Vorrat ich mir klauen
wenn mir mal nicht die Sonne lacht
kann ich dann darauf bauen.

Karin Ernst

12. Mai

Die Rosskastanie

Sie steht in Biergärten, an Straßen oder Parks, erreicht eine Höhe bis zu 20 Metern und kann ungefähr 200 Jahre alt werden.  
Die Kastanien werden gerne zum Basteln gesammelt und mit großen Knospen im Winter, im April durch das Erscheinen der gefingerten Blätter (können bis zu 20 Zentimeter lang werden) im Mai mit orchideenhaften Blüten und im Herbst mit den großen glänzenden Samen, liebt man diese Bäume.

        

Die vor nicht allzu langer Zeit aus Südamerika eingewanderte Miniermotte macht der Rosskastanie zu schaffen, denn deren Raupen fressen die Bäume im Sommer kahl. Geschieht das mehrere Jahre hintereinander, schadet es sehr und führt auch zum Absterben.

Die Rosskastanie stammt ursprünglich nicht aus Mitteleuropa, obwohl hier oft zu sehen. Der Gesandte Ferdinand I., Ghiselin de Bousbecque, vermittelte 1561 von Konstantinopel aus die ersten Kastanien nach Prag. Der belgische Botaniker Carolus Clusius säte Rosskastanien kurze Zeit später in Wien mit Erfolg aus und das war der eigentliche Beginn der Kultur in Mitteleuropa. Ungefähr vor 300 Jahren wurde sie dann aus Griechenland, Mazedonien und Albanien in größerem Stil eingeführt.

Diese Bäume mögen frische nährstoffreichere und tiefgründige Sand- und Lehmböden. Zu saure und zu trockene Standorte sind nicht gut und werden gemieden. Die Kastanien sind ein vielseitiger und wertvoller Rohstoff, so dienten sie nach den beiden Weltkriegen den Menschen als Nahrung (Öl und Mehl) und als Futter für die Haustiere. Kastanien sind mit ihren Bitterstoffen eigentlich ungenießbar und sogar schwach giftig. Der Verzehr würde unter anderem Erbrechen und Angstgefühle hervorrufen. In unserer Forstwirtschaft spielt sie keine nennenswerte Rolle, aber Teile von Blättern, Rinde und Früchten werden heute auch in der Medizin und der Kosmetik verwendet.

13. Mai

Meiner Mutter
Detlev v. Liliencron

Wie oft sah ich die blassen Hände nähen,
ein Stück für mich – wie liebevoll du sorgtest!

Ich sah zum Himmel deine Augen flehen,
ein Wunsch für mich – wie liebevoll du sorgtest!

Und an mein Bett kamst du mit leisen Zehen,
ein Schutz für mich – wie sorgenvoll du horchtest!

Längst schon dein Grab die Winde übersehen,
ein Gruß für mich – wie liebevoll du sorgtest!

14. Mai

Der Kuckuck

Es gibt die Redensart: Jemandem „ein Kuckucksei ins Nest legen“. Viel Aberglaube gibt es dieses Vogels wegen, der seine Eier in das Nest kleinerer Vögel legt, die dann den Schmarotzer ausbrüten und zum Dank auch noch mit durchfüttern müssen, denn die Gefräßigkeit der Kuckucksjungen bringt die Vogel-Pflegeeltern zur Verzweiflung und sie können es nicht schaffen, genügend Futter für sie und die eigene Brut heranzuholen. Die eigenen Jungen verhungern und der von Anfang an stärkere Kuckuck überlebt.

Ruft der Kuckuck im Frühling, zählen wir schnell unser Geld, weil der Aberglaube sagt, wenn man gerade genug Geld in der Tasche hat, es das ganze Jahr über so sein wird.

„Das mag der Kuckuck wissen“ eine weitere Redensart, die vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass man diesem Vogel früher hellseherische Fähigkeiten nachsagte. Zählte man im Frühling wie oft der Kuckuck rief, so glaubte man, so viele Jahre noch leben zu dürfen.

Sagt man: „Zum Kuckuck!“ oder „Hol’s der Kuckuck!“, sind das Verwünschungen, die sicher auf das schmarotzerhafte Wesen dieses Vogels zurückzuführen sind.

15. Mai

Duldsam

Des Morgens früh, sobald ich mir
mein Pfeifchen angezündet,
geh ich hinaus zur Hintertür,
die in den Garten mündet.

Besonders gern betracht ich dann
die Rosen, die so niedlich;
Die Blattlaus sitzt und saugt daran
so grün, so still, so friedlich ...

Sie nähert sich dem jungen Schaft
der Rosen, eh sie welken;
Ameisen kommen, ihr den Saft
sanft streichelnd abzumelken.

So seh' ich in Betriebsamkeit
das hübsche Ungeziefer
und rauche während dieser Zeit
mein Pfeifchen tief und tiefer.

Dass keine Rose ohne Dorn,
bringt mich nicht aus dem Häuschen.
Auch sag ich ohne jeden Zorn:
Kein Röslein ohne Läuschen!

Wilhelm Busch

16. Mai

Das Tränende Herz

ein wahres Kunstwerk der Natur, das man gerne fotografiert.

Diese Bauerngartenblume seit Urgroßmutterszeiten, auch Frauenherzen oder Herzchenblüten, ebenso Marienherz genannt, gab einst nur in Rot. Dank Züchtung jetzt aber auch in Weiß.

Zwanzig und mehr Sorten, der aus Asien und Nordamerika stammenden Staude, die bis zu einem Meter hoch werden kann, sind bekannt.

Die Herzchen hängen von Mai bis September an zierlichen Stängeln. Die äußeren Blütenblätter sind kräftig rosa, die inneren hängen winzig und weiß, wie der Schwengel in einer Glocke. Nach der Blüte zieht das Laub ein.

Das weiße Tränende Herz ist genauso robust wie das rosa-farbene. Der beste Standort ist im Halbschatten, ja sogar im Schatten, wo es immer ein wenig feucht ist.

Vorsicht bei Hautkontakt mit den Blättern, sie können Allergien auslösen! Das Tränende Herz ist eine haltbare Schnittblume und schon ein einziger Stiel sieht schön aus.

17. Mai

In unserem Gewächshaus an den Blättern der Rettiche entdeckten wir ein paar Raupen:

Als wir nachgeschaut hatten, stellten wir fest, dass es ein "Brauner Bär" wird. Letztes Jahr im August hatten wir diesen dekorativen Schmetterling durch Zufall bei einer Radtour auf einer Baldrianblüte entdeckt:

Die Raupe und der Schmetterling

Freund, der Unterschied der Erdendinge
scheinet groß und ist so oft geringe;
Alter und Gestalt und Raum und Zeit
sind ein Traumbild nur der Wirklichkeit.

Träg und matt, auf abgezehrten Sträuchen,
sah ein Schmetterling die Raupe schleichen;
Und erhob sich fröhlich, argwohnfrei,
dass er Raupe selbst gewesen sei.

Traurig schlich die Alternde zum Grabe:
"Ach, dass ich umsonst gelebet habe,
sterbe kinderlos und wie gering,
und da fliegt der schöne Schmetterling!"

Ängstlich spann sie sich in ihre Hülle,
schlief, und als der Mutter Lebensfülle
sie erweckte, wähnte sie sich neu,
wusste nicht, was sie gewesen sei.

Freund, ein Traumreich ist das Reich der Erden.
Was wir waren? Was wir einst noch werden?
Niemand weiß es; Glücklich sind wir blind;
Lass uns eins nur wissen, was wir sind.

Johann Gottfried Herder

18. Mai

Die Singvögel

Ein freundliches Dörfchen war von einem ganzen Walde fruchtbarer Bäume umgeben. Die Bäume blühten und dufteten im Frühling aufs lieblichste. Im Herbst aber waren alle Zweige mit Äpfeln, Birnen und Zwetschgen beladen. Auf ihren Ästen und in den Ecken umher nisteten allerlei muntere Vögel.
Da fingen einige böse Buben an, die Nester der Vögel auszunehmen. Die Vögel zogen aus dem Orte nach und nach ganz hinweg. Man hörte an den schönen Frühlingsmorgen kein Vöglein mehr singen und in den Gärten war es ganz still und traurig. Die schädlichen Baumraupen, die sonst von den Vögeln weggefangen wurden, nahmen überhand und fraßen Blätter und Blüten ab. Die Bäume standen kahl da wie mitten im Winter, und die bösen Buben, die sonst köstliches Obst im Überfluss hatten, bekamen nicht einmal mehr einen Apfel zu sehen.

Christoph von Schmid

Auch uns ging es schon mal so, an einem besonders heißem Tag im Wald. Man sah und hörte kein einziges Vögelchen, richtig gespenstisch. Die kleinen Sängerchen scheinen sowieso auszusterben. Deshalb füttern wir noch, denn die Vogeleltern holen sich sogar für ihre Brut unsere selbstgemachten Fetthaferflocken. Wir erfreuen uns an allen Arten von Meisen, sogar den selteneren. Buch- und Grünfinken, Kleiber und auch der Kernbeißer sind zu sehen, ebenso Stare, Amseln und viele Spechte, die sich gegenseitig jagen. Sogar Eichelhäher kommen aus dem Wald und immer wieder stattliche Elstern. Ist gut, dass sie bei uns "speisen" und nicht Nester ausrauben müssen. Auch Gartenrotschwanz und eine Grasmückenart "bewirten" wir. Man sieht ja fast kaum Insekten. Nur Schwalben haben wir bis jetzt noch nicht gesichtet, aber die fressen ja nur lebende Insekten. Immer wieder tauchen sowieso Vögelchen auf, die wir nicht kennen und leider auch nicht bestimmen können, weil wir sie nicht aus der Nähe sehen können. Letztes Jahr, als das Wetter Ende Mai/Anfang Juni so schlecht, nass und kalt wurde, brachten die Meiseneltern ihre Kleinen zu uns und es war wie eine Invasion. Seither haben wir auch wieder reichlich Meisen bei uns, die vorher gefehlt hatten.

19. Mai

Ein Vers von Jean Paul:

Das Paradies der Erinnerungen
ist das einzige Paradies
aus dem man nicht vertrieben werden kann.

20. Mai

Pfingstsonntag

Zu Pfingsten sang die Nachtigall
nachdem sie Tau getrunken;
die Rose hob beim hellen Schall
das Haupt, das ihr gesunken!

O kommt ihr alle trinkt und speist,
ihr Frühlingsfestgenossen,
weil übers ird'sche Mal der Geist
des Herrn ist ausgegossen.

Die Himmelsjünger groß und klein
sind von der Kraft durchdrungen,
man hört sie reden insgemein
zu wunderbaren Zungen.

Und da ist kein Zung' am Baum
kein Blatt ist da so kleines,
es redet auch mit drein im Traum
als sei's voll süßen Weines.

Oh, Ihr Apostel gehet aus
und predigt allen Landen
mit Säuselluft und Sturmesbraus
von dem, der ist erstanden!

Legt aus sein Evangelium,
auf Frühlingsau'n geschrieben,
dass er uns lieben will darum,
wenn wir einander lieben.

Wer liebend sich ans nächste hält
und will nur das gewinnen,
umfasst darin die ganze Welt,
und Gott ist mitten drinnen!

Friedrich Rückert

21. Mai

Pfingstmontag

Am fünfzigsten Tag nach Ostern kam der Heilige Geist, den Jesus versprochen hatte, auf die Erde. Viele Menschen waren in Jerusalem versammelt, feierten ein fröhliches Fest der Ernte und erinnerten sich daran, dass Gott Israel die Zehn Gebote gegeben hatte.
Aus allen Ländern des damaligen römischen Reiches waren Menschen gekommen, um mitzufeiern. Die zu Jesus hielten, hatten sich in einem Haus versammelt und: "Plötzlich hörte man ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem die Jünger waren. Dann sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in verschiedenen Sprachen zu reden, jeder wie es ihm der Geist Gottes eingab." (Apostelgeschichte 2, 2-4)
Obwohl die Menschen aus ganz verschiedenen Ländern kamen, "hörte sie jeder in seiner eigenen Sprache die großen Taten Gottes verkündigen." (Apostelgeschichte 2, 11b)

Zu Pfingsten erhielten die Jünger den Heiligen Geist, das heißt den lebendigen Glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. Jesus Jünger erzählten von allem Großen, das Gott getan hatte und jeder sprach in einer anderen Sprache, die der Heilige Geist geschenkt hatte, um in allen Ländern verstanden zu werden. Viele Menschen kehrten nun ihrem alten Leben den Rücken, denn bei Gott konnten sie alle Schuld loswerden. Regelmäßig kamen sie zusammen, um mehr über Jesus zu lernen und das miteinander feiern schmiedete sie zusammen. Pfingsten war somit der Geburtstag der christlichen Gemeinde oder Kirche.

Seit dem dritten Jahrhundert wird dieses Fest gefeiert, immer am fünfzigsten Tag nach Ostern. Fünfzig heißt im Griechischen "pentecoste", daher der Name "Pfingsten".

In Deutschland wird am Sonntag und Montag gefeiert und es finden Gottesdienste - auch im Freien - statt. Es gibt nur wenig Bräuche, aber diese werden zum Teil heute in manchen Gegenden noch gepflegt. Die Kirchen sind mit jungem Birkengrün geschmückt. Es gibt "Pfingstritte" mit Pferden, meistens nur mit Männern. Umzüge im Freien, Spiele und Wallfahrten finden statt, Pfingstwanderungen und auch Pfingstfeuer werden angezündet.
Im dörflichen Leben führte man an diesen Tagen erstmals das Vieh auf die Weide oder trieb es auf die Almen. Der allerletzte Hütejunge wurde "Pfingstlümmel" genannt und wurde in manchen Gegenden in grünes Buchenlaub eingewickelt, sodass er nichts mehr sah und  selber nicht gehen konnte. So wurde er durchs Dorf geführt.
Auch der "Pfingstochse" war bekannt, es wurde ein fetter Ochse durch das Dorf getrieben, mit Blumen und Girlanden geschmückt und am nächsten Tag geschlachtet. Auch beim Almauftrieb gab es einen "Pfingstochsen", der bunt geschmückt die Herde anführte.

22. Mai

Die Sonne blickt mit hellem Schein
so freundlich in die Welt hinein.
Mach’s ebenso!
Sei heiter und froh!

Der Baum streckt seine Äste vor;
Zur Höhe strebt er kühn empor.
Mach’s wie der Baum
im sonnigen Raum!

Die Quelle springt und rieselt fort,
zieht rasch und leicht von Ort zu Ort.
Mach’s wie der Quell –
und rege dich schnell!

Der Vogel singt sein Liedlein hell,
freut sich an Sonne, Baum und Quell.
Mach’s ebenso!
Sei rüstig und froh!

Johann Gottfried von Herder

23. Mai

Maiglöckchen

Ludwig Uhland dichtete:

Mit dem Tau der Maiglocken
wascht die Jungfrau ihr Gesicht,
badet sie die goldnen Locken,
und glänzt von Himmelslicht.

Nach einem alten Volksglauben sollten sich Mädchen - möglichst vor Sonnenaufgang  am Himmelfahrtstag  - mit Maiglöckchen oder dem Tau dieser Blüten das Gesicht einreiben, damit sie keine Sommersprossen auch "Maienblümlein" genannt bekommen. 

Auch Heinrich Heine schwärmte, von dem Wohlgeruch der kleinen Blütenglocken: Maiglöckchenduft bricht das Eis des Winters und der Herzen und in der Renaissance diente dieses Blümlein als vielseitige Heilpflanze und Lieferant des damals wichtigsten Herzstärkungsmittels.

Otto Brunfels – Humanist und Botaniker – in seinem Kräuterbuch (1531): „Meyenblümleinwasser stercket das Hyrn, die Synne und das Hertz, vertreibt das Zytteren, die Händ und Arme damit gerieben".

Auch bei Epilepsie, Leberleiden, Augenkrankheiten, Atemwegsbeschwerden und Schlagfluss nutzte man die Kräfte der Pflanze, die man mit Beinamen „salus mundi“ nannte – „Heil der Welt“. Die Blüten lieferten den Grundstoff für das „Goldene Wasser“, das als Allheilmittel galt.

Kopernikus wird im 16. Jahrhundert mit einem Maiglöckchen in der Hand gezeigt, ebenso andere bekannte Persönlichkeiten.

Selbst heutzutage wird aus dem Maiglöckchenkraut und den von Juli an reifenden giftigen roten Beeren ein Wirkstoff zur Behandlung von Herzkrankheiten hergestellt.

Früher wurde diese Blume den Liliengewächsen zugeordnet und man hielt sie im Mittelalter irrtümlich für die im Hohenlied im Alten Testament erwähnte „Lilie der Täler". Kräuterbücher aus dem 16. Jahrhundert benennen das Maiglöckchen deshalb oft als Tal-Lilie und dieser Name hat sich noch lange in den Apotheken gehalten. Selbst der heutige botanische Name und die englische Bezeichnung „lily of the valley“ sind darauf zurückzuführen.

Als Paradies- und Marienblume war sie in der christlichen Kunst des Mittelalters bekannt und symbolisierte die Ankunft Christi. Die duftenden weißen Blüten wurden in Verbindung mit Maria zum Sinnbild von Unschuld und Demut. Auf Dürers „Maria mit dem Zeisig“ und dem Frankfurter „Paradiesgärtlein“ aus dem 15. Jahrhundert ist die Blume zu entdecken, sowie auch auf vielen Tafelbildern damaliger Zeit.

Maiglöckchen galten  schon immer im Volksglauben als Glücks- und Liebesboten. In Frankreich ist der 1. Mai auch als „Tag des Maiglöckchens“ bekannt. Hat man an diesem Tag die Blume bei sich, soll man das ganze Jahr hindurch Glück haben. Selbst Studenten glaubten früher daran und steckten sich vor wichtigen Prüfungen ein Maiglöckchen in die Tasche. Pulversierte Blüten waren lange Zeit Bestandteil des beliebten „Schneeberger Schnupftabaks“. Als Parfümersatz im Wäscheschrank oder im Taschentuch. Heute steht die Pflanze unter Naturschutz.

24. Mai

Du schöne Maienzeit!



Maiglöckchen und Flieder
läuten in dem Tal,
das klingt so hell und fein,
so kommt zum Reigen allzumal,
ihr lieben Blümelein!
Nun hält's auch mich nicht mehr zu Haus,
Maiglöckchen ruft auch mich,
die Blümchen geh'n zum Maientanz hinaus,
zum Tanze geh auch ich!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

25. Mai

Spargel

Spargel, die Königin unter den Gemüsen. Der weiße Spargel ist die edelste Sorte die gestochen wird, wenn seine Köpfe das Erdreich aufbrechen. Ein wenig später wird der französische Spargel geerntet. Sein Geschmack ist kräftiger und hat er violette Köpfchen. Der grüne Spargel wächst oberirdisch und ist sehr würzig

Spargel ist ein Heilmittel und die getrocknete Wurzel wird bis heute in Apotheken für innere und äußerliche Anwendungen verkauft. Zur Anregung der Nieren- und Lebertätigkeit, bei Rheumatismus und Gelbsucht als Tee: 2 gehäufte TL gemahlene Spargelwurzel in kaltem Wasser aufsetzen, zum Sieden bringen und sofort absieben. Davon 2 bis 3 Tassen am Tag trinken. Bei Wundheilungsstörung oder unreiner Haut kann der Spargelwurzeltee auch äußerlich als Wickel oder Umschlag verwendet werden.

Spargel enthält viel Vitamin C, E und Provitamin A. Außerdem B-Vitamine und Folsäure. Es werden Infektabwehr und Nervenkostüm gestärkt, Frühjahrsmüdigkeit und Erschöpfungszustände gemildert. Durch die sekundären Pflanzenstoffe wirkt der Spargel als Krebsschutz. Zink und Molybdän, was sich lustfördernd auswirkt hat den Spargel schon im Altertum als Aphrodisiakum bekannt gemacht.

Der grüne Spargel, der aus der Erde herausgewachsen ist und Chlorophyll enthält, trägt selbst dazu bei, Vitamine zu bilden. Er hat deshalb ungefähr doppelt so viel an Gehalt als der weiße Spargel, der seinen Vorrat nur aus der Wurzel bezieht. Auch weist die Spargelspitze deutlich mehr Vitamine (bis zum Fünffachen) auf, als das Spargelende.

26. Mai

"Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald"

ist ein bekanntes deutsches Kinderlied,
dessen Text von Hoffmann von Fallersleben
(1798 - 1874) verfasst wurde.

Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen.
Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei'n:
Komm in die Felder, Wiesen und Wälder.
Frühling, Frühling, stelle dich ein.

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held.
Was du gesungen, ist dir gelungen.
Winter, Winter räumet das Feld.

Und täglich hört man ihn zu unserer Freude rufen

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