Juni 2018

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1. Juni

Schöne Junitage

Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuss,
bis der letzte Klang verklungen,
weil nun alles schlafen muss –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Sommergrüner Rosengarten,
sonnenweiße Stromesflut,
sonnenstiller Morgenfriede,
dort auf Baum und Beeten ruht –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
tausendfältig Leben rinnt –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
milde wird die harte Welt,
und das Herz macht seinen Frieden,
und zum Kinde wird der Held –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Detlev v. Liliencron

2. Juni

Das Lied vom Kirschbaum

Zum Frühling sagt der liebe Gott
"Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!"
Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub,
vieltausend Blätter, grün und frisch.

Das Würmchen ist im Ei erwacht,
es schlief in seinem Winterhaus;
es streckt sich, sperrt sein Mäulchen auf
und reibt die blöden Augen aus.

Und darauf hat's mit stillem Zahn
an seinen Blätterchen genagt;
es sagt: "Man kann nicht weg davon!
Was solch Gemüs' mir doch behagt!"-

Und wieder sagt der liebe Gott:
"Deck jetzt dem Bienchen seinen Tisch!"
Da treibt der Kirschbaum Blüt' an Blüt",
vieltausend Blüten, weiß und frisch.

Und's Bienchen sieht es in der Früh
im Morgensonnenschein und fliegt heran
und denkt: Das wird mein Kaffee sein;
was ist das kostbar Porzellan!

Wie sind die Tässchen rein gespült!"
Es steckt sein Züngelchen hinein,
es trinkt und sagt: Wie schmeckt das süß!
Da muss der Zucker wohlfeil sein!"

Zum Sommer sagt der liebe Gott:
"Geh, deck dem Spatzen seinen Tisch!"
Da treibt der Kirschbaum Frucht an Frucht,
vieltausend Kirschen, rot und frisch.

Und Spätzchen sagt: "Ist's so gemeint?
Ich setz' mich hin, ich hab' App'tit,
das gibt mir Kraft in Mark und Bein,
stärkt mir die Stimm' zu neuem Lied."-

Da sagt zum Herbst der liebe Gott:
"Räum fort, sie haben abgespeist!"
Drauf hat die Bergluft kühl geweht,
und 's hat ein bissel Reif geeist.

Die Blätter werden gelb und rot,
eins nach dem andern fällt schon ab,
und was vom Boden stieg herauf,
zum Boden muss es auch hinab.

Zum Winter sagt der liebe Gott:
"Jetzt deck, was übrig ist, mir zu!"
Da streut der Winter Flocken drauf;
nun danket Gott und geht zur Ruh'!

Hebel, Johann Peter (1760-1826)

3. Juni

Kirschen

Sie sind süß, haben aber trotzdem wenig Kalorien, aber einige wertvolle Inhaltsstoffe, sind reich an den Vitaminen der B-Gruppe, viel Vitamin C, Folsäure und Niacin sowie Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Eisen. Sekundäre Pflanzenstoffe stärken neben dem Farbstoff zudem das Immunsystem.

Sauerkirschen besitzen mehr der gesunden Substanzen, ebenso auch mehr Vitamine, Mineralstoffe und Säuren.

Als Saft, eingedünstet, tiefgefroren, als Marmelade oder roh, die meisten Inhaltsstoffe bleiben erhalten.
Sauerkirschen passen zu Wildgerichten, in Rotkraut oder mit ein wenig Zucker als Kompott zu Pfannkuchen und Waffeln.
Auch die Kerne kann man verwenden, in Stoffsäckchen eingenäht und wenn man das Beutelchen in der Mikrowelle erwärmt, tun die Kerne gut als Auflage gegen verspannte Muskeln oder Bauchschmerzen.

Da Kirschen harntreibend sind, werden sie Gichtpatienten empfohlen, eine Heilwirkung ist nicht erwiesen. Erwärmter Kirschsaft wirkt dagegen bei fiebrigen Erkrankungen. Da die Haut der Kirschen, neben Vitamin C, auch Kieselsäure enthält, tut sie gut.

Weil Kirschen nicht nachreifen, erntet man sie verzehrfertig. Sie halten im Kühlschrank einige Tage, sollten dennoch bald verzehrt werden.

4. Juni

Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuss.
Bis der letzte Klang verklungen,
weil nun alles schlafen muss –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Sommergrüner Rosengarten,
sonnenweiße Stromesflut,
sonnenstiller Morgenfriede,
der auf Baum und Beeten ruht –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkranz, Leichenzüge,
tausendfältig Leben rinnt –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
milde wird die harte Welt,
und das Herz macht seinen Frieden,
und zum Kinde wird der Held –
flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Detlev von Liliencron

5. Juni

Ein Gebet

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen Herr, sondern um Kraft für den Alltag! Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte: Mache mich findig und erfinderisch, um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu notieren, von denen ich betroffen bin. Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung, schenke mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist. Lass mich erkennen, dass Träume nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen. Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen! Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit zu sagen! Ich möchte dich und die anderen immer aussprechen lassen. Die Wahrheit sagt man sich nicht selbst, sie wird einem gesagt. Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen. Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschäft des Lebens gewachsen bin! Verleihe mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Güte mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben. Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht, um auch die zu erreichen, die „unten“ sind. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche.

(Antoine de Saint-Exupéry)

6. Juni

Es war einmal eine Insel, auf der alle Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die anderen - die Liebe natürlich auch.

Eines Tages meldete das Schicksal den Gefühlen, dass die Insel untergehen wird.

So bereiteten sie ihre Schiffe und verließen die Insel.
Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.
Als es fast zu spät war und die Insel unterging, rief sie um Hilfe.
Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff.

Die Liebe fragte ihn: "Reichtum, kannst du mir helfen?
„Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so ist für dich kein Platz hier!"
Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr.
"Ich kann dir nicht helfen, du bist ganz nass und könntest mein Schiff beschmutzen!"
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: "Traurigkeit, lass mich mit dir gehen.“
„O, Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben."
Das Glück ist auch weitergefahren. Es war so glücklich, dass es die Liebe nicht hörte ...

Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: "Komm, komm doch, ich nehme dich mit !"
Da war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass sie nicht nach seinem Namen gefragt hat. Als beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten und gerettet waren, ging der Alte weg.

Die Liebe merkte, wie viel sie dem Alten schuldete, der aber war schon fort.
Sie fragte daraufhin das Wissen: "Wer hat mich gerettet, wer hat mir geholfen?"

"Das war die ZEIT" - antwortete das Wissen.
" Die Zeit? ", fragte die Liebe, "aber warum hat mich die Zeit gerettet?"
Das Wissen lächelte weise und geheimnisvoll und antwortete ihr:
"WEIL NUR DIE ZEIT VERSTEHEN KANN, WIE WICHTIG DIE LIEBE IM LEBEN IST ..."

7. Juni

Manchmal ist es ein Glück, vergessen zu können. Leider erinnern wir uns am besten der Dinge, die am meisten fürs Vergessen geeignet sind.
Das Gedächtnis verlässt uns dann aber oft, wenn wir es am meisten brauchen.
In allem, was uns Pein verursacht, ist es ausführlich, aber in dem, was uns ergötzen könnte, sehr nachlässig. Das einzige Heilmittel unserer Schmerzen besteht doch oft im Vergessen; aber wir vergessen das Heilmittel. Man kann aber seinem Gedächtnis bequeme Gewohnheiten beibringen, sich Seligkeit oder Hölle zu schaffen.

8. Juni

Vergiss nicht,
jede Wolke,
so schwarz sie auch ist,
dem Himmel zugewandt,
doch ihre Sonnenseite hat.

unbekannt

9. Juni

Mit Worten will ich morgen behutsam umgehen. Ob es mir bewusst oder unbewusst ist:
Worte haben eine ungeheure Macht. Es ist, als ob hinter ihnen eine Kraft fließt, die ich nicht bändigen kann, außer durch Bedachtsamkeit.
 
Viele Mensche meinen, einen Partner oder einen Ort wechseln zu müssen, damit es ihnen besser geht.
Sie bedenken nicht, dass sie sich selbst mitnehmen und dass sie zuerst ihre Einstellung den Ereignissen gegenüber ändern müssen.
Wenn das geschehen ist, brauchen sie nicht mehr zu fliehen.

???

10. Juni

Die Tage vor dir werden unterschiedlich sein. 

Einer mag dir wichtiger erscheinen als der andere. 

Doch alle sind nötig, um einmal ein sinnvolles Ganzes zu ergeben.

Behalte dein Vertrauen in die Hände, die deine Tage zusammenfügen. 

Sei gewiss, sie bringen schließlich alles zu einer guten Vollendung.

???

11. Juni

Solanin

ist der Stoff, der sich in den grünen Blättern von Tomaten, Kartoffeln und anderen Nachtschattengewächsen angesiedelt hat, auch in unreifen Kartoffelfrüchten sowie vergrünten Knollen. Solanin ist giftig, allerdings reagiert jeder Mensch unterschiedlich empfindlich darauf: Ein kratzendes Gefühl im Hals, Kopfweh, im schlimmsten Fall Erbrechen, Durchfall und Bauchweh. Der Verzehr von einer einzigen grünen Kartoffel führt also nicht gleich zu schlimmen Vergiftungen, trotzdem sollte man so wenig Solanin als möglich essen. In Kartoffeln ist der Solaningehalt niedrig, wenn man die Knollen erst dann erntet, wenn das Kartoffellaub bereits abgestorben ist. Bilden sich aber später bei der Lagerung Keime oder grüne Stellen, wenn Licht an die Knollen gelangt, dann steigt der Solaningehalt deutlich.
Schon im Beet die Kartoffeln immer gut mit Erde bedecken und die Knollen sogleich nach der Ernte dunkel lagern, am besten bei +6 bis +1O°C.
Bei Tomatenfrüchten nimmt der Solaningehalt mit zunehmender Reife ab und sinkt dann bei roten, reifen Früchten gegen Null. Unreife grüne Früchte, die noch klein sind, enthalten aber viel Solanin. Auch wenn wir diese nachreifen lassen, bleibt der giftige Stoff. Grüne Früchte mit endgültiger Größe, können aber sehr wohl nachgereift werden.

12. Juni

Bauerngarten

  

In meinem Bauerngarten
da steh n viel schöne Blum,
Stiefmütterchen, die zarten,
Narziss und Lilium.

Und schlanke Pappelrosen
am Rand von Kraut und Kohl,
Goldlack und Skabiosen
und Nelken und Viol.

Und zwischen Bohnenhecken
und Dill- und Bertramkraut,
hab ich mir ein paar Stecken
Tomaten angebaut.

Und reichlich Georginen,
sieh an, sie kommen grad!
Und vor und hinter ihnen
Kohlrabi und Salat.

Ein Schmeckerchen Kamille,
ein Rüchlein Rosmarin,
und dass es heil und stille,
die Minze zwischendrin.

Das gibt ein Blühn und Schwellen
wohl hinterm knappen Zaun;
Mit Liebe zu bestellen
mit Freuden anzuschaun.

Kommst du die Straß vorüber,
schau auch und freue dich!
Du hast die Blume lieber
und Erbs und Gurken ich.

Josef Weinheber

13. Juni

Es gibt sie als Stauden und zweijährige Pflanzen und obwohl bis zu 300 Sorten bekannt sind, wachsen bei uns nur etwa 20 Arten. Wunderschön stehen die Blüten in Trauben, Rispen oder buschigen Köpfen, doch am schönsten sind die glockenförmigen Blüten. Glockenblumen sind pflegeleicht und blühen, je nach Sorte, von Mai bis Oktober in unterschiedlichen Höhen - von der Kissenglockenblume bis zur einen Meter hohen Kuppelglockenblume.

Die Knäuelglockenblume hat violette oder weiße Blüten, dicht gedrängt am Stielende. Mehrjährig, mag sie Sonne, gedeiht aber auch gut im Halbschatten. Die Pflanze vermehrt sich meist selbständig, es ist aber besser, immer ein wenig Samen zu auszustreuen.

Die Marienglockenblume ist zweijährig. Sät man sie im Juni im Frühbeet aus, kann man sie im Herbst an den gewünschten, sonnigen Standort setzen. Die Blume braucht viel Platz, damit sie in den Farben weiß, mehreren Rosa-Tönen und auch mehreren Blau/Lila-Tönen erfreuen kann. Verblühtes immer herausbrechen. Ist der Sommer nicht zu feucht, dann blühen sie ein zweites Mal bis in den Herbst hinein.

Die rankende, flache Glockenblume in Weiß und kräftig Blau, blüht mehrere Monate. Schön zur Einfassung.

Aber besonders schön ist die Wiesenglockenblume, die im dekorativen hellen oder dunkleren Blau oder im zarten Violett hervorsticht, siehe unser Foto.

14. Juni

Erde und Sonne

Erde, die uns dies gebracht,
Sonne, die es reif gemacht,
liebe Sonne, liebe Erde,
euer nie vergessen werde.

Christian Morgenstern

15. Juni

Der Marienkäfer

Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist ein beliebter Glücksbringer, denn bereits die Zahl Sieben gilt seit je her als Glückszahl und mystische Zahl, vereint sie doch in sich die irdische Vier (vier Elemente) und die göttliche Dreizahl.

Marienkäfer galten früher als geheiligte Tiere der germanischen Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit Freya. Sie sollen Kinder beschützen und Kranke heilen.

Dieser Käfer wird geliebt und er hat Glück, dass Vögel das bitter schmeckende Tier nicht mögen und schon durch seine rote Warnfarbe abgeschreckt werden.

Für uns Menschen ist er ein Nützling, da seine Larven und die Käfer große Mengen an Blattläusen vertilgen. Im Mittelalter war er für die Bauern ein Geschenk der heiligen Maria; daher der Name.

Weltweit gibt es etwa 5 500 Arten vor allem in den Tropen und Subtropen, in Deutschland bisher nur 80.

Oft heißt es, dass die Zahl der Punkte über sein Alter Auskunft geben, was aber nicht stimmt, denn sein ganzes Leben dauert maximal ein Jahr.

16. Juni

Rote Wolken am Himmel;
In den Bergen der Föhn;
Und ich freu' mich, ja, ich freu' mich,
ist der Morgen so schön.

Rote Rosen am Hügel,
rote Beeren am Hag;
Und ich freu' mich, ja, ich freu' mich
am sonnigen Tag.

Sie sagen der Herbst kommt,
und das Laub fällt vom Baum',
und die Freude, ja, die Freude,
die verweht wie ein Traum.

Kommt der Herbst dann und Winter,
weiß ich dennoch ein Glück,
dass ein jeder neue Frühling
bringt die Rosen zurück.

Liedtext

17. Juni

Lavendel

Wir haben ihn schon mehrmals nach dem Abblühen geerntet und getrocknet und herrlich duftende Lavendelsäckchen gemacht.

Er blüht wieder und gehört einfach in ein Rosenbeet. Das Blau des Lavendels passt zum Orange, Rot, Rosa oder Weiß der Rosen.
Gut ist der gewöhnliche Garten-Lavendel, denn er ist winterhart und gedeiht in der vollen Sonne. Ein starker Rückschnitt im Frühjahr lässt kompakte und reich blühende Pflanzen entstehen. Es gibt rosa-, fliederfarbenen, violetten und auch weißen Lavendel.
Die hügelige Landschaft der Provence sieht mit den blauen Bändern des Lavendels bezaubernd aus und die Ernten dort sind Bestandteile der besten französischen Seifen und Parfüms. Aber auch in der Gewürzmischung "Kräuter der Provence" ist Lavendel enthalten.

Seine Inhaltsstoffe bieten viel. Legt man ein paar Lavendelrispen in einen guten Weinessig - passt er hervorragend zum Verfeinern von Salaten.

Zucker und Lavendel luftdicht in einem Glas eine Woche lang gemeinsam stehen lassen und es entsteht ein duftender Lavendel-Zucker, für Gebäck, Kompott und Kuchen.

18. Juni

Weit und schön ist die Welt,
doch o wie dank ich dem Himmel,
dass ein Gärtchen, beschränkt,
zierlich, mein eigen gehört.

Bringet mich wieder nach Hause!
Was hat ein Gärtner zu reisen?
Ehre bringt’s ihm und Glück,
wenn er sein Gärtchen versorgt.

Johann Wolfgang von Goethe

19. Juni

Das Lerchennest (aus meinem sehr alten Lesebuch)

Ein Lerchenpaar hatte sein Nest mitten auf die Eisenbahnschienen gebaut, in eine Ecke, wo zwei Gleise sich kreuzten. Und eines Tages lagen vier Eier in dem Nest, und das Lerchenweibchen saß brütend darauf. Wenn ein Zug kam, so duckte der kleine Vogel sein Köpfchen, bis der letzte Wagen vorüber war. Dann schaute er wieder munter um sich. Endlich lagen statt der vier Eier vier junge Vögel im Nest.
Eines Tages aber hatte sich eines der Jungen mitten auf eine Schiene gesetzt. Der Zug kam näher und näher. Die Alten lockten und lockten. Vergebens! Der junge Vogel blieb sitzen. Plötzlich flog eines der Alten heran, packte das Junge beim Kopfbüschel und schleuderte es über den Bahndamm hinaus.
Ein Bahnwärter, der alles mit angesehen hatte, trug nun das Nest mitsamt den jungen Vögeln in ein nahes Kornfeld. Die beiden Alten folgten ihm auf dem Fuß und trillerten ihm bald darauf in den Lüften den Dank für seine Barmherzigkeit.

Herzog

20. Juni

Die Schafskälte

Zu den so genannten Singularitäten des Wetters in Mitteleuropa, zählt man die Schafskälte im Juni, deren Zeitspanne ja nun eigentlich zu Ende gehen sollte. Die Meteorologen bezeichnen damit die Wetterlagen, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten.

Die Schafskälte wird durch kalte Luft verursacht, die vom Nordpol nach Europa strömt. Bis auf null Grad kann in dieser Zeit das Thermometer fallen. Zum Glück ist das bei uns selten der Fall, kann aber trotzdem bei Regen empfindlich frisch werden. Den Namen bekam die Schafskälte von den Schäfern, da diese Kaltwetterfront sie immer wieder bei der Schafschur überraschte. Früher erfror so manches Tier, weil es in dieser Zeit kein schützendes Fell mehr hatte. 

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