Dezember 2018

bitte auf die Kalendertage klicken

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
          1

   1. Advent       2

3 4 5 Nikolaus         6 7 8 2. Advent   9
10 11 12 13 14 15 3. Advent   16
17 18 19 20 Winteranfang  21 22 4. Advent  23
Heiligabend  24 1.Weihnachtstag 25 2.Weihnachtstag 26 27 28 29 30
Silvester  31            

1. Dezember

Es treibt der Wind

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus, den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Heiligkeit.

Rainer Maria Rilke 

2. Dezember

Adventgedicht

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius

3. Dezember

Achtsamkeit

Oft ist man abgelenkt und tut mehrere Dinge gleichzeitig, ohne richtig bei der Sache zu sein – einfach automatisch.
Dabei ist Achtsamkeit ein Mittel, um Stress abzubauen und man steigert seine Lebensqualität und Gesundheit.
Regelmäßig durchgeführte Meditationen verringern Bluthochdruck und Herzgefäßrisiken.
Achtsamkeitstechniken tragen dazu bei, dass Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel besser unter Kontrolle haben und mit Ängsten infolge der Zuckerkrankheit leichter umgehen können.
Wird man den ganzen Tag von Musik voll gedudelt, schaltet das Gehirn irgendwann ab. Deshalb nur Musikstücke wählen, die einem gefallen und diese bewusst anhören.

Beim Essen hinsetzen und jeden Bissen genießen. Isst man bewusst, isst man weniger und die Mahlzeiten werden verträglicher.

Bei Gesprächen sich seinem Gesprächspartner voll und ganz widmen, auf Mimik und Gestik achten oder (am Telefon) auf die Stimme.

Unterwegs mit offenen Augen durch die Natur gehen, Farben der Pflanzen und Bäume wahrnehmen und die frische Luft bewusst ein- und ausatmen.

4. Dezember

In jedem vollen Glase Wein
seh unten auf dem Grund
ich deine hellen Äugelein
und deinen süßen Mund.

Da trink ich schnell und warte nicht
und küsse dich im Wein;
Auf's neu zu schaun dein Angesicht
schenk ich schnell wieder ein.

So füll und leer mein Gläschen ich
und trinke immer zu!
Nennt man mich nächstens liederlich – 
Die Schuld mein Schatz hast Du!

Rudolf Hermanns

5. Dezember

Weihnachtsgewürze

Was wäre Weihnachten ohne die vertrauten und lieb gewordenen Düfte von Lebkuchen, Spekulatius und anderem Weihnachtsgebäck? Die dunklen Wintertage werden versüßt und es tut der Seele gut, denn der Genuss von süßen Weihnachtsnaschereien fördert im Gehirn die Freisetzung des Botenstoffes Serotonin, sorgend für gute Laune.

Zudem verleihen Gewürze wie Zimt, Piment und Kardamom, Plätzchen, Kuchen und Gebäck einen unvergleichlichen Geruch und Geschmack.

6. Dezember

Der Heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert als Bischof von Myra im kleinasiatischen Lykien. Er gilt als Schutzpatron der Schifffahrt, der Kaufleute und der Schüler

7. Dezember

Weihnachtsgewürze

Zimt

Ist seit mehr als 4500 Jahren bekannt. Der hoch aromatische, feine und etwas süßliche Geschmack gehört zu Lebkuchen, Früchtebrot, Bratäpfeln und natürlich Zimtsternen, die Süße des Zuckers ergänzend. Es wird  wird meist gemahlener Zimt verwendet, man kann aber auch Zimtstangen mit einem Mörser zerstoßen.

Schon im Alten Testament wird Zimt erwähnt, und auch das Hohelied Salomos zählt ihn zu den kostbaren Gewürzen und auserlesenen Gerüchen der damaligen Zeit. Selbst in alten chinesischen Werken kommt er vor. Damit gehört er zu den ältesten Gewürzen, die bekannt sind. Der Zimt war Grund genug, um Rivalitäten zwischen den Seemächten jener Zeit auszulösen und somit den damaligen Handel zu beeinflussen.
Europa verdankt seine Versorgung mit dem köstlichen Gewürz dem berühmten Seefahrer Vasco da Gama. Durch ihn wurde Ceylon, die Heimat des Zimtbaumes entdeckt und von den Portugiesen besetzt, so dass schon 1498 Zimt in großem Umfang frühzeitig in Europa verbreitet wurde.
Der Zimtbaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse.

8. Dezember

Vermutlich wurde der erste Zimtstern in den Klöstern gebacken. Aber es wird auch behauptet, dass er ein aus Schwaben stammendes Weihnachtsgebäck ist.

 

Es gibt aber auch eine märchenhafte Geschichte von der Prinzessin Zimtstern. Vor langer Zeit lebte sie und ihre Augen waren braun und warm wie Zimt. Wenn sie lachte, leuchteten kleine Sterne darin. Als sie eines Tages krank wurde, leuchteten die Augen immer schwächer, bis sie im Dezember für immer erloschen. Der König und Vater war lange Zeit untröstlich und auch über dem ganzen Land lag eine Traurigkeit – bis einer der Küchenjungen eine Idee hatte. Eines Tages nahm er eine Handvoll Mandeln, Zucker und Eiweiß und knetete alles zu einem festen Teig, dem er einen großen Löffel Zimt zugab. Ein großes Blech mit Zimtsternen backte er und eilte damit zum König. Dieser beachtete es aber nicht, er wollte seinen Zimtstern haben. Der Küchenjunge gab nicht nach und weil das Gebäck so duftete, nahm er ein Stück davon. Kurz darauf – der König konnte nicht widerstehen - war nur ein einziger Zimtstern übrig, den der Küchenjunge sich nehmen durfte.

Der Küchenjunge bekam einen Orden und wurde zunächst oberster Küchenjunge und später erster Chefkoch.

Der Junge bedankte sich und hängte den Zimtsternorden in den Abendhimmel, wo er heute noch hängt, so wie es sich für einen richtigen Stern gehört.

Der König war nun nur noch ein bisschen traurig und ordnete an, dass jedes Jahr im Dezember Zimtsterne gebacken werden sollen.

9. Dezember

Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben
das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf
liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Größe der Tat,
die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch - recht gelebt
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.
Drum achte gut auf diesen Tag!

(Sanskrit)

10. Dezember

Ingwer

Dieses typische Weihnachtsgewürz ist durch sein mildes, leicht zitroniges und trotzdem würziges Aroma Zutat für Honig- und Apfelkuchen sowie Makronen. Aber auch als kandiertes Konfekt oder mit Schokolade überzogen schmeckt es herrlich. Die Ingwer-Wurzel ist im Geschmack frisch gerieben am intensivsten, als Pulver hingegen deutlich milder.

Arabische Kaufleute priesen im antiken Griechenland die aromatisch duftenden und süßlich-scharf schmeckenden Wurzelknollen an, verrieten aber nicht, woher sie diese hatten, nämlich aus Indien. Dort spielt Ingwer seit Jahrtausenden eine große Rolle in der Küche und als Heilpflanze. Die Wurzelknollen enthalten neben Stärke ein ätherisches Öl sowie ein Harz.

Der Ingwer bildet eine eigene Familie, die Ingwergewächse und wird eingesetzt bei  Verdauungsbeschwerden, gegen Erkältung und Kältegefühl.

11. Dezember

Anis

Entwickelte sich im Mittelalter zu einem der beliebtesten Gewürze und ist bis heute eine unverzichtbare Zutat für Weihnachtsbrot, Gewürzkuchen und Springerle. Das süßlich und leicht nach Lakritz schmeckende Anis, verwendet man für die Weihnachtsbäckerei am besten als ganze Samen oder zerdrückt sie im Mörser.
Der würzige Anissamen, schon im Altertum von den Völkern des östlichen Mittelmeerraumes genutzt, soll bei Erkältungen, Katarrh und Magenverstimmungen heilende Wirkung haben. Anis aus der Familie der Doldenblütler hat eine dicke, fleischige und manchmal bis zu 60 Zentimeter lange Wurzel. Die Pflanze wird je nach Sorte bis zu 70 Zentimeter hoch.

Nur in sehr warmen Sommern werden Anissamen, die wertvolle ätherische Öle enthalten, richtig reif. Der Samen bildet sich dann sehr rasch nach der Blüte der weißen Schirmdolden im Juli oder August. Die Blüte dauert etwa zwei Wochen und zur Zeit der Reife fallen die lanzettförmigen, braunschwarzen Samen leicht aus. Deshalb sollten die Pflanzen morgens und abends bei Tau geerntet, gebündelt und zum Trocknen aufgehängt werden.

Ein altes Anis-Rezept: Bei Erkältungen gibt man einen Esslöffel Samenkörner - am besten etwas gemahlen, da hierdurch die ätherischen Öle am schnellsten wirken – in einen halben Liter kochende Milch. Nach zehn Minuten auf kleiner Flamme durch ein Sieb gießen und als Anismilch trinken. Man kann die gemahlenen Samenkörner auch in einem Baumwoll- oder Leinensäckchen in die Milch hängen.

12. Dezember

Nelken

Der Geschmack von Nelken gehört in Früchtebrot und die gespickte Orange. Wegen seines feurigscharfen und leicht brennenden Aromas wird das Gewürz gemahlen oder im Ganzen schon seit Jahrhunderten in der Weihnachtsbäckerei verwendet.
Das Nelkengewürz sollte man nie allein aufwachsen lassen, obwohl die Halbrosettenstaude mit immergrünen Blättern sehr zäh und widerstandsfähig ist, denn es fallen bei allen Arten leicht die Blumen ab. In großer Menge dagegen bietet die Nelkenwurz mit ihren meist doldentraubigen, anemonenartigen Blüten ein herrliches Farbenspiel zwischen Gelb, Orange und Glutrot. Etwa 56 Arten mit vielen Sorten und Formen umfasst die Gattung aus der Familie der Rosengewächse. Sie sind in der gemäßigten Zone der nördlichen Halbkugel beheimatet.

13. Dezember

Piment

Ist ein typisches Lebkuchengewürz. Da es nach einer Mischung aus Nelken, Muskat und Zimt schmeckt, wird es auch „Allesgewürz“ genannt, entfaltet sein interessantes Aroma aber vor allem im Zusammenspiel mit Schokolade. Erstmals wurde Piment bei den Indianerstämmen Mittelamerikas erwähnt. Schon damals nutzten die Azteken das Gewürz, um Schokoladengetränke damit zu verfeinern.

Um das Jahr 1600 kam erstmals ein Gewürz nach Europa, das die aromatischen Geschmacks- und Duftnoten der Gewürznelke sowie die von Zimt und Muskat harmonisch in sich vereinigte. Es war das getrocknete Fruchtfleisch des Pimentbaumes, der zur Familie der Myrtengewäsche gehört. beheimatet in Mittelamerika, Westindien und auf den Antillen.

Als Gewürz verwendet werden die unreifen, getrockneten Beeren. Sie sind etwa sieben Millimeter groß, dunkelbraun und bergen in der dünnen, rauen Schale zwei schwarzbraune Samen. Diese enthalten zwischen drei und fünf Prozent ätherisches Öl, hauptsächlich Eugenol. Bei uns ist das Gewürz unter sehr vielen Namen bekannt. Am häufigsten werden wohl die Bezeichnungen Piment, Nelkenpfeffer, Jamaikapfeffer oder Englisches Gewürz gebraucht.

14. Dezember

Muskatnuss

In der kleinen, harten Muskatnuss, steckt besonders viel Würzkraft. Sie kam im 10. Jahrhundert aus dem Osten Indonesiens nach Europa. Mit ihrem leicht bitteren Aroma verleiht sie Lebkuchen, Christstollen und Pfeffernüssen einen typischen Geschmack, vor allem wenn das Gewürz frisch gemahlen wird. Gerieben sollte man es nur in kleinen Mengen kaufen und rasch verbrauchen, denn es verliert schnell an Aroma. Ganze Nüsse können mehrere Jahre gelagert werden.

Schon im 12. Jahrhundert wurden Muskatnüsse in den Mittelmeerländern gehandelt. Vier Jahrhunderte später hatten sich portugiesische Kaufleute das Muskatnuss-Monopol gesichert, verloren es aber später an die Holländer. Die wollten sogar verhindern, dass irgendjemand außer ihnen Muskatbäume zog: Sie vernichteten die Bäume auf den Inseln ringsum ihrer Domäne, den Banda-Inseln, jedoch wurden die Muskatsamen von Tauben verschlungen, die sie unverdaut wieder ausschieden, Muskatbäume sprossen auf den Südsee-Inseln weiter. Der Muskatnussbaum aus der gleichnamigen Familie wird heute in vielen tropischen Gebieten angebaut, vor allem auf den Westindischen Inseln. In botanischen Gärten findet man ihn auch bei uns. Als Topfpflanze würde er verkümmern.
In den Blattachseln der eingeschlechtigen Bäume stehen Blüten, die etwa an Maiglöckchen erinnern. Die pfirsichähnliche, fleischige Frucht wird etwa vier bis sieben Zentimeter groß, ist von rötlicher oder gelber Farbe und öffnet sich in zwei Hälften. Der darin enthaltene Samen ist die Muskatnuss. Ihr hoher Gehalt an ätherischem Öl verleiht ihr den aromatischen Geruch, bekannt als edles Küchengewürz. In größeren Mengen genossen wirkt Muskat als narkotisches Gift.
Wirkstoffe des Samens sind in manchen Einreibemitteln gegen Tropenrheumatismus.

zurück zur Hauptseite