Mai 2017

 

Hallo Bernd,

wenn du auch nicht mehr bei uns sein kannst, bist du doch bei uns - in uns und in unseren Herzen.
Als Baby hast du uns schon erfreut, sehe dich bei uns im Gras krabbeln und mit unserem Hund auf einer Decke liegen, den Kopf auf dessen Bauch. Wir durften dich heranwachsen sehen und dich als Jugendlicher begleiten.
Stolz waren wir auf diesen hilfsbereiten und liebeswerten jungen Mann, unseren Enkel. Ernsthafte Gespräche konnten wir mit ihm führen, aber auch gemein
sam lachen.
Und nun ist plötzlich alles anders. Wir sind unendlich traurig. Aber in unseren Herzen bist du IMMER lebendig - so wie du warst - in Liebe.
Dein "Hallo Oma" - so zärtlich gesprochen - am Telefon und bei unseren Treffen - werde ich immer in mir behalten. Auch deine Hilfsbereitschaft: Lass das Oma - ich komm mit raus und trag es euch zum Auto.

Das ist der Nachruf einer Oma, dessen Enkel durch einen Motorradunfall ums Leben kam. Der Nachruf einer Oma, die das immer noch nicht begreifen und fassen kann!

 

Es wird noch eine Weile dauern, das zu begreifen, deshalb werden wir auch noch zurückgezogen bleiben und bitten um Rücksicht. Ich kann verständlicherweise noch nicht darüber reden ohne in Tränen auszubrechen.

 

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1. Mai

Grüß Gott du schöner Maien,
da bist du wiedrum hier,
tust jung und alt erfreuen
mit deiner Blumenzier.
Die lieben Vöglein alle,
sie singen all so hell,
Frau Nachtigall mit Schalle
hat die fürnehmste Stell.
Die kalten Wind' verstummen,
der Himmel ist gar blau;
Die lieben Bienlein summen
daher auf grüner Au.
O holde Lust im Maien;
da alles neu erblüht,
du kannst mir sehr erfreuen
mein Herz und mein Gemüt.

Die kalten Wind' verstummen,
der Himmel ist gar blau,
die lieben Bienlein summen
daher von grüner Au.
Die Bächlein wie Kristallen rein,
die Flüsse einher brausen
im güld'nen Sonnenschein.

15. Jahrhundert
nach Franz Wilhelm Frhr. von Ditfurth

2. Mai

Der Monat Mai

Seinen Namen hat der Mai von der Erd- und Wachstumskönigin Maria. Der zweite Namensgeber ist der Wachstum bringende Göttervater "Iuppiter Maius", Gebieter über Blitz, Donner, Regen und Sonnenschein. 

Mai ist germanisch und bedeutet jung; Mojemamoth (altgermanisch), altdeutsch Wunni- oder Winnimanoth = Weidemond oder Weidemonat, denn das Vieh kommt auf die Weide, später umgedeutet zu Wonnemond, Monat der Liebe und der Blüte, Marienmonat und Marienmond; die alten Goten nannten den Mai winja für Weide, Futter.
Sonstige alte Bezeichnungen: Blütenmonat, Blumenmonat, Hochzeitsmonat und Walpurgismonat.

3. Mai

Säerspruch

Bemesst den Schritt! Bemesst den Schwung!
Die Erde bleibt noch lange jung!
Dort fällt ein Korn, das stirbt und ruht.
Die Ruh ist süß. Es hat es gut.
Hier eins, das durch die Scholle bricht.
Es hat es gut. Süß ist das Licht.
Und keines fällt aus dieser Welt.
Und jedes fällt, wie’s Gott gefällt.

Konrad Ferdinand Meyer

4. Mai

Maiglöckchen

Das Maiglöckchen, das in ganz Europa, Asien und Nordamerika heimisch ist,  liebt dichte Laubwälder. Man sollte die Wurzeln, Rhizome genannt, nicht für den eigenen Garten ausgraben, da diese Pflanzen in Deutschland rückläufig sind. Es gibt Maiglöckchen im Fachhandel zu kaufen, sogar in zartrosa. Gibt man ihnen im Garten einen Platz unter Laubbäumen und Ziergehölzen, können sie jahrelang stehen und verwildern und sich schnell durch Wurzelausläufer vermehren, große Flächen ausfüllend.

Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem Blüten und Beeren. Da Kinder von roten Beeren angelockt werden, sollte man die Fruchtstände abschneiden.  Umso interessanter, dass das Maiglöckchen früher als Heilpflanze angesehen war. Aber die "Dosis macht das Gift" und man behandelte Herzrhythmusstörung, Herzmuskelschwäche und ähnliche Leiden mit diesen Wirkstoffen. Mit der Zeit wurden die Maiglöckchen-Mittel aber von Digitalis-Präparaten, die vom Fingerhut stammen, verdrängt.

5. Mai

Maiglöckchen und die Blümelein

Maiglöckchen läutet in dem Tal,
das klingt so hell und fein,
so kommt zum Reigen allzumal,
ihr lieben Blümelein!

Die Blümchen, blau und gelb und weiß
sie kommen all herbei,
Vergissmeinnicht und Ehrenpreis
und Veilchen sind dabei.

Maiglöckchen spielt zum Tanz im Nu
und alle tanzen dann.
Der Mond sieht ihnen freundlich zu,
hat seine Freude dran.

Den Junker Reif verdross das sehr,
er kommt ins Tal hinein;
Maiglöckchen spielt zum Tanz nicht mehr.
fort sind die Blümelein.

Doch kaum der Reif das Tal verlässt,
da rufet wieder schnell
Maiglöckchen auf zum Frühlingsfest
und leuchtet doppelt hell.

Nun hält's auch mich nicht mehr zu Haus
Maiglöckchen ruft auch mich.
Die Blümchen geh’n zum Tanze aus,
zum Tanzen geh auch ich!

Hoffmann von Fallersleben

6. Mai

Die schönen Verse habe ich selbst bereits vor Jahren geschenkt bekommen und möchte sie weitergeben

Alles nur geliehen

Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.
Es ist alles nur geliehen,
aller Reichtum, alles Geld.
Es ist alles nur geliehen,
jede Stunde voller Glück.
Musst du eines Tages gehen,
lässt du alles hier zurück.

Man sieht tausend schöne Dinge
und man wünscht sich dies und das.
Nur was gut ist und was teuer
macht den Menschen heute Spaß.
Jeder will noch mehr besitzen,
zahlt er auch sehr viel dafür.
Keinem kann es etwas nützen,
es bleibt alles einmal hier.

Jeder hat nur das Bestreben
etwas Besseres zu sein.
Schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein.
Alle Güter dieser Erde,
die das Schicksal dir verehrt,
sind dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.

Darum lebt doch Euer Leben!
Freut euch auf den nächsten Tag!
Wer weiß schon auf diesem Globus
was das Morgen bringen mag.
Freut Euch an den kleinen Dingen,
nicht nur an Besitz und Geld.
Es ist alles nur geliehen
hier auf dieser schönen Welt.

Heinz Schenk

7. Mai

Indianische Meditation

Neues Leben entsteht nur, wenn wir uns von dem alten lösen.
Es muss einen Ort geben für das, was wir wollen oder brauchen. Wenn kein solcher Ort da ist, bahnen sich die neuen Umstände an und gehen vorbei - und wir bleiben mit den Dingen zurück, die wir immer hatten.
Wenn wir glauben, wir könnten es nicht ertragen, eine alte Lebensweise aufzugeben, sind wir nicht bereit, etwas Neues anzunehmen.
Statt dessen können wir eine persönliche Entscheidung treffen, eine feste Verpflichtung eingehen, das Zurückliegende zu vergessen und das Zukünftige energisch anzustreben.
Unsere geistige und seelische Haltung machen Platz für neues Leben, wenn wir sie mit unseren Worten in Bewegung setzen.
Nichts wird von uns Besitz ergreifen - nicht Liebe, nicht Glück, nicht Friede noch Freude - ehe wir nicht einen Platz für sie bereitstellen und sie bitten, hereinzukommen.
Die Hoffnung allein tut es nicht, aber eine feste Entscheidung macht den Weg frei.

8. Mai

Gib gut auf deine Träume acht

Gib gut,
auf deine Träume acht,
ohne sie bist du
verraten und verkauft.
Gib ihnen nur das Beste,
lies ihnen jeden Wunsch
von den Augen ab -
und lass sie niemals warten.
Halt warme Kleidung
stets für sie bereit,
wenn sie spazieren wollen
in der Weltgeschichte,
in der es für sie,
selbst im Hochsommer,
oftmals schneit.

Mach deine Seele nicht
zu einem Friedhof
gestorbener Sehnsucht
und vergeudeter Zeit.

Gib gut
auf deine Träume acht,
sonst fliegen sie davon -
und mit ihnen
deine Flügel.

Hans Kruppa

9. Mai

Lebe Dein Leben ...

bewahre nichts für einen besonderen Anlass, weil jeder Tag den Du lebst ein spezieller Anlass ist.

Suche nach Wissen, lies mehr, sitze in der Natur und bewundere was Du siehst, ohne Deinen Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu schenken.

Verbringe mehr Freizeit mit Deiner Familie und Deinen Freunden, iss Deine Lieblingsessen, besuche die Orte die Dir gefallen und wo es Dir wohl ist.

Das Leben ist eine Kette von Momenten der Genüsse, nicht nur des Überlebens.

Benutze Deine guten Gläser, spare Dein bestes Parfüm nicht auf. Benutze es täglich wenn Du Dich danach fühlst.

Streiche aus Deinem Wortschatz Sätze wie "eines Tages" und "irgendwann".

Schreibe den Brief, den Du schon längst schreiben wolltest nicht "eines Tages".

Sag der Familie und den Freunden, wie sehr Du sie liebst.

Verschiebe nichts, was Deinem Leben Lachen und Freude bringt.

Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute ist speziell. Und Du weißt nicht, ob es Deine letzte gewesen ist.

Ich möchte nicht zu beschäftigt sein, um diese Worte, die ich selbst einmal bekam, allen Menschen mitzuteilen, die ich mag. Ich möchte mir auch nicht sagen müssen "Ich tue es eines Tages", denn ich muss daran denken ... "eines Tages" bin ich möglicherweise nicht mehr hier, um es tun zu können.

10. Mai

Schau in die Augen

Schau in die Augen der Geschundenen,
sieh auf ihre vielen Wunden.

Ihre Augen sind ängstlich, traurig und leer,
als gäbe es für sie keine Wiederkehr.

Suchend schauen sie zum Himmel auf
und suchen Gott in der Wolken Lauf.

Sie beten und rufen ihn verzweifelt an
und hoffen, dass er ihnen helfen kann.

Gott möge, den Satan vernichten,
ihn, der die ganze Welt beherrscht, endlich richten.

Schau in die unschuldigen Kinderaugen,
sie spiegeln das erlebte, unendliche Grauen.

Der Irrsinn, der sich abspielt auf der ganzen Welt,
hat die Augen der Menschen total verstellt.

Viele haben den Blick für andere Menschen verloren,
weil ihre Gefühle sind völlig eingefroren.

Wenn es doch endlich Frieden auf dieser Erde gäbe,
in einer Welt, in der ich wieder gerne lebe.

Darum, schaut in die Augen der anderen Menschen,
damit Liebe und nicht Hass euer Leben begrenze.

Lasst die Augen wieder angstfrei und fröhlich werden,
damit sich das Leben wieder lohnt auf dieser Erde.

Detlef Wolfgang Scholz
April 2017

11. Mai

Das Paradies der Erinnerungen
ist das einzige Paradies
aus dem man nicht vertrieben werden kann.

Jean Paul

Aber das Wichtigste ist doch, dass es schöne Erinnerungen sind, an die man sich klammern kann und die die schlimmen überspielen.

12. Mai

Sie sind wieder da, die kleinen "Schwätzerlein"

Eine Schwalbengeschichte

Atemlos kommt Hans die Treppe herunter gerannt und ruft:
"Vater, komm schnell, da ist ein Vogel ..."
"Ein Vogel?", fragt der Vater, "ja, und was ist mit dem?"
"Der hat sich am Laden des Dachfensters festgeklemmt. Da flattert er nun und kann nicht wieder los kommen."
Der Vater steigt mit Hans rasch die Treppe hinauf. Richtig! Oben in einer Ritze des Fensterladens hängt ein blauschwarz glänzendes Vöglein an seinem eingeklemmten Schnabel fest. Vorsichtig treten die beiden zu dem gequälten Tier.
"Es ist eine Schwalbe", sagt der Vater. "Siehst du den Gabelschwanz und die weiße Brust?"
Behutsam umfasst er den warmen Körper des Vogels und löst den Gefangenen aus der Ritze. Ach, wie das kleine Herz klopft! Dann öffnet der Vater die Hand. Die Schwalbe flattert hoch und flitzt durch das Fenster in die Freiheit.

Isolde Schmid-Haag - aus meinem ersten Lesebuch von 1945

13. Mai

Ein Liedchen, an das ich mich immer wieder erinnere, wenn ich diese putzigen Flugkünstler beobachte und heute waren ein paar wieder unterwegs.

Frau Schwalbe ist 'ne Schwätzerin,
sie schwatzt den ganzen Tag,
sie plaudert mit der Nachbarin,
so lang sie plaudern mag.
Das zwitschert, das zwatschert
den lieben langen Tag!

Sie schwatzt von ihren Eltern viel,
von ihren Kindern klein,
und wenn sie niemand hören will
schwatzt sie für sich allein.
Das zwitschert, das zwatschert
und kann nicht stille sein!

Hat sie im Herbst Gesellschaft gar
auf jedem Dache dort
so schwatzen die Frau Schwalben all'
erst recht in einem fort!
Das zwitschert, das zwatschert
und man versteht kein Wort!

Christian Dieffenbach

14. Mai

Leider ist es an Muttertag oft so wie im folgenden Gedicht. Dabei ist DIESER Tag nicht so wichtig, wenn man das ganze Jahr aneinander denkt und sich sporadisch immer wieder von Herzen kommende Kleinigkeiten schenkt. Das ist uns Müttern viel wichtiger!

Muttertag

    

Einmal im Jahr
sind sie für euch da
die Kinder, die Guten
werden sich sputen

euch zu besuchen
wenn sie auch fluchen
doch einmal im Jahr
muss es sein, klar.

Bereits seit Wochen
alle Medien pochen
drauf, wie besessen
dass bloß nicht vergessen

wird, Blumen zu kaufen
alle kommen gelaufen
heut’ muss es halt sein
ach, ist das nicht fein?

Zweiter Sonntag im Mai
Mütter haben mal frei
im Kalender, da steht’s
also vorwärts geht’s.

Will man auch nicht
man tut’s doch, aus Pflicht
die Mutter zu ehren,
man kann sich nicht wehren.

Den Tag kriegen wir rum
schau’n manche auch dumm
würden lieber länger schlafen
sind heut’ aber … die Braven.

Karin Ernst

15. Mai

Der Sorgensack

Eines Tages wurde einer Frau der Sack voller Sorgen zu schwer, sie schien fast darunter zu zerbrechen. Sie wusste nicht mehr, wie sie es schaffen sollte, diesen weiter zu tragen. Irgendwoher hatte sie von einer Stelle tief im Wald gehört, an der es eine verschlossene Höhle gab, in der man unter bestimmten Voraussetzungen seinen Sorgensack loswerden konnte.
Heimlich machte sie sich auf den Weg. Nach nicht allzu langer Zeit fand sie den Ort. Vor der Höhle saß ein alter Mann, der sie freundlich willkommen hieß.
"Ich möchte hier bei dir meinen Sorgensack lassen", bat sie ihn.
Er schaute sie ernst an: "Das möchten viele, und das können sie hier auch tun. Aber es gibt eine Bedingung: In diesem Raum stehen viele Sorgensäcke, und du kannst deinen nur loswerden, wenn du ihn gegen einen anderen umtauschst. "

Die Frau willigte ein, und der Alte führte sie in ein riesiges Gewölbe. Erleichtert stellte sie ihren schweren Sorgensack ab. Dann versuchte sie, ihn gegen einen passenden einzutauschen. Eilig rannte sie von Sack zu Sack und schaute hinein. Enttäuscht band sie jeden schnell wieder zu.

Nach langem Suchen schlich sie zu ihrem Sack zurück, packte ihn wieder auf die Schultern und verließ nachdenklich den Raum. Ihr Sorgensack schien ihr plötzlich so leicht, dass sie ihn gar nicht mehr auf ihren Schultern spürte und sie ging leichtfüßig und guten Mutes davon.

Und jedem, den sein Sorgensack fast zu erdrücken schien, erzählte sie von ihrem Erlebnis.

Von einer lieben Mail-Freundin erhalten und mit meiner Selbsthilfegruppe besprochen.

Hallo ihr lieben, treuen Besucher,

vorab hier mal keine Einträge.

Wir bitten, von Anrufen und sonstigen Kontakten abzusehen, werden hier, wenn es möglich ist, berichten.

Danke und ... es ist schön, dass es euch gibt ...

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